"Sind nicht gefährdet"

KELL AM SEE. Die finanzielle Lage des "Hochwald-Türenwerks" liefert derzeit in Kell am See Anlass zu heftigen Spekulationen. Sogar davon, dass sich bald die Türen des Unternehmens schließen, ist vereinzelt die Rede. Der TV hat bei der Geschäftsleitung der Firma nachgefragt.

Mit rund 160 Beschäftigten ist das "Hochwald-Türenwerk" in der Kapellenstraße der größte Arbeitgeber in der Ortsgemeinde Kell am See. Seit einiger Zeit wabern jedoch Gerüchte über die Zukunft des mittelständischen Unternehmens durch den Ort. Unter anderem ist davon die Rede, dass die Löhne der Mitarbeiter verspätet oder nur stark reduziert gezahlt würden. "Das entspricht nicht den Tatsachen", betonen die Geschäftsführer Anton und Markus Haag im Gespräch mit dem TV. Man habe vielmehr mit den Angestellten vereinbart, dass ihnen ihr Gehalt über einen Zeitraum von vier Monaten jeweils in zwei Raten überwiesen werde. "Letztlich bekommen die Leute aber ihren Lohn zu 100 Prozent, und das wird auch in Zukunft so sein", versichert Markus Haag. Grund für diese Entscheidung - die übrigens nicht zum ersten Mal in der über 70-jährigen Firmengeschichte ergriffen worden sei - sind nach Angaben der Geschäftsführung "kurzfristige Liquiditätsprobleme". Diese sind unter anderem darauf zurückzuführen, dass beim Export von Türen lange Zahlungsziele mit den Abnehmern vereinbart wurden. "Unsere Lieferanten bezahlen wir aber voll", sagt Anton Haag."Wir hatten nicht unser bestes Jahr"

Seitens der Geschäftsleitung wird zwar eingeräumt, dass die konjunkturelle Entwicklung insbesondere im Baugewerbe nicht spurlos an der Firma vorbeigegangen sei und der Preisdruck aufgrund des Konkurrenzkampfes in der Branche groß ist, so dass "wir nicht unser bestes Jahr hatten" (Markus Haag). Doch trotz der Zahlungsschwierigkeiten tritt der Mit-Geschäftsführer allen Spekulationen, wonach sich im "Hochwald-Türenwerk" bald die Türen schließen könnten, mit Nachdruck entgegen. "Unser Unternehmen ist nicht gefährdet", betont Haag.