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Mord und Totschlag im Könener Wald

Die Autorin Ilse Wenner-Goergen am Schauplatz ihres neuen Krimis. TV-Foto: Dirk Tenbrock
Die Autorin Ilse Wenner-Goergen am Schauplatz ihres neuen Krimis. TV-Foto: Dirk Tenbrock
Konz-Könen. Ilse Wenner-Goergen aus Konz-Könen veröffentlich heute ihren dritten Roman. Diesmal geht es um Mord und Totschlag im Könener Wald. Im Gespräch mit dem TV erzählt die Autorin von ihrer Passion, Bücher und Theaterstücke zu schreiben.

Konz-Könen. Ein brutales Verbrechen an einem Jäger im Könener Wald erschüttert die beschauliche Ruhe im Dorf. Was zunächst wie ein Vermisstenfall aussieht, erweist sich bald als brutaler Mord. Der neue Kriminalroman "Angekirrt" der Konzer Autorin Ilse Wenner-Goergen, der heute erscheint, spielt zwischen Fichten und Tannen, auf Waldwegen und Hochsitzen: Um Jäger und Förster geht es in der Geschichte, und im Könener Wald fühlt Wenner-Goergen sich auch heimisch. Sie selbst jagt zwar nicht, teilt aber die Passion ihres Lebensgefährten. Beim Hochsitz am Berg erzählt die gebürtige Könenerin dem TV von ihrem neuen Buch.
Schreiben sei ihr schon immer ein Bedürfnis gewesen, im Krimi-Genre ist sie vor einigen Jahren durch einen Wettbewerb des TV gelandet. "Da kann man so schön seine eigene kriminelle Energie ausleben", lacht sie. Krimis schreibt sie übrigens auch in Form von Theaterstücken für den Heimatverein.
Ilse Wenner-Goergen ist viel beschäftigt: Sie arbeitet hauptberuflich als Kauffrau im technischen Bereich, ist Mutter von zwei Kindern und Pferdeliebhaberin. Und Bordercollie Bonnie will auch noch bewegt werden. "Bei Spaziergängen im Wald kommen mir die besten Ideen", sagt sie, während sie über den Schauplatz des fiktiven Verbrechens spaziert.
Akribisch hat sie recherchiert, alle Wege und Orte in ihrem Roman existieren auch in der realen Welt. Das ist vor allem interessant "für Leute, die den Wald einmal abseits des Spaziergangs erleben möchten", erklärt sie. Und abseitig sind auch die Motive und Methoden des Mörders in "Angekirrt". Ilse Wenner-Goergen macht dennoch den Eindruck, als stünde sie mit beiden Beinen auf der Erde. Einen ganzen Roman - quasi als Hobby nebenher - zu schreiben, sei ein langwieriger und anstrengender Prozess. Eine Passion sei das Schreiben für sie, ein natürlicher Drang, der auch einmal ruhe, Schreibblockaden inklusive. Wenn sich dann allerdings Charaktere und Handlung in ihrem Kopf weiterentwickeln, "habe ich wieder Blut geleckt", sagt sie.
Ach ja, was heißt denn überhaupt "angekirrt"? "Das ist ein jagdlicher Begriff für Lockfütterung", erklärt die Autorin. Literarisch ankirren möchte sie ihr Publikum auch bei einer Lesung in der Konzer Stadtbibliothek am 14. November. Der nächste Krimi ist schon in Arbeit. DT