Grundversorgung in Mülheim bald gesichert

Grundversorgung in Mülheim bald gesichert

Vom Neubau eines Lebensmittelmarktes in Mülheim werden nicht nur die künftigen Kunden profitieren. Bei Bau und Innenausbau kommen ausschließlich ortsansässige Betriebe zum Zuge. Im April soll der für 1,6 Millionen Euro errichtete Markt seine Türen öffnen.

Mülheim/Gonzerath. (urs) Das Rätselraten der Bürger, wo ihr künftiger Lebensmittelmarkt errichtet werden soll, hat längst ein Ende. Der Neubau des Geschäftes an der Zufahrt zum Industriegebiet schreitet nämlich zügig vor an. Im nächsten Schritt soll der Rohbau ein Dach erhalten, und auch die Fenster sollen noch vor Weihnachten eingebaut werden. Während des Winters kann dann der Innenausbau erfolgen. 2500 bis 2800 verschiedene Artikel wird der Discounter Netto, an dem Edeka mit 85 Prozent beteiligt ist, auf 800 Quadratmetern Verkaufsfläche anbieten. Das Sortiment sei breiter und tiefer als das größerer Discounter mit um die 1300 Artikeln, erklärt Hans Peter Schubert, Geschäftsführer von Perfecta. Die Saarbrücker Bauträger- und Baubetreuungs- Gesellschaft hatte für Netto nach einem etwas außerhalb von Bernkastel-Kues gelegenen Grundstück gesucht. Auch vorbereitende Dinge wie die Änderung des Flächennutzungsplans oder das Einholen einer Baugenehmigung waren von ihr in die Wege geleitet worden.

Inzwischen ist die mit dem Bau beauftragte Firma, die Gonzerather Gebrüder Herlach Bauunternehmung, Bauherr der Immobilie, die für 15 Jahre an Netto vermietet ist. Ingolf Herlach, Geschäftsführer des beauftragten Architektur- und Ingenieurbüros Herlach, begründet das Engagement mit der Nähe zum Firmensitz. Für die Bauunternehmung mit 80 Beschäftigten und das Ingenieurbüro mit weiteren zehn Mitarbeitern seien solche Projekte "vor der Haustür" wertvoll. Herlach hatte daher auch vor einigen Jahren den Lidl-Markt in Morbach übernommen. "Wir sind derzeit sehr viel regional unterwegs - das ist auch für unsere Leute gut", kommentiert der Geschäftsführer. Aktuell sei Herlach zu je 50 Prozent im Bau gewerblicher Objekte und im privaten Wohnungsbau engagiert.

Die Entscheidung für die Mülheimer Immobilie lag für Herlach auf der Hand. Edeka, Muttergesellschaft von Netto, sei ein verlässlicher Partner, mit dem sie seit 25 Jahren zusammenarbeiteten. Außerdem zähle Netto zu den wenigen Unternehmen, die beständig expandierten. Bei der Vergabe von Handwerksarbeiten und technischen Installationen setzte Herlach auf regionale Unternehmen: "Den Markt bauen ortsansässige Handwerker." Die Investitionssumme beziffert er auf rund 1,6 Millionen Euro. Darin enthalten seien allein 150 000 Euro für die Entwicklung des ursprünglich bis zu drei Meter tiefer gelegenen Geländes, das zuvor aufwendig aufgefüllt werden musste.