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Vorschüler treffen Abiturienten: Chemietag am Regino

Abiturschüler experimentieren zusammen mit den Vorschulkindern der Inte-grativen Kindertagesstätte der Lebenshilfe Prüm. Foto: SCHULE
Abiturschüler experimentieren zusammen mit den Vorschulkindern der Inte-grativen Kindertagesstätte der Lebenshilfe Prüm. Foto: SCHULE
Prüm. Wenn die schriftlichen Abiturprüfungen abgeschlossen und die letzten Schultage für die Absolventen angebrochen sind, beginnt eine Zeit für besondere Tätigkeiten: So ist es bereits zur Tradition geworden, dass die Vorschulkinder der Integrativen Kindertagesstätte der Lebenshilfe Prüm ins Regino-Gymnasium kommen und mit Schülern eines Chemiekurses experimentieren.

Prüm. Die Kleinen bei den Großen: Fünfzehn Vorschulkinder kamen zusammen mit drei Erzieherinnen - Maria Reisen, Marianne Raskopp und Anna Blum - zum Gymnasium und wurden von den Schülern des Grundkurses Chemie empfangen. Auch der neue Schulleiter des Regino-Gymnasiums, Albrecht Petri, und die Chemielehrerin des Kurses 13 ch1, Michaela Ostermann, begrüßten die kleinen Gäste.
An den einzelnen Tischen waren Experimentierstationen von den Abiturienten sorgfältig vorbereitet und aufgebaut worden. Die Kinder verteilten sich in Zweierteams auf die einzelnen Stationen und nahmen die Experimente vor. Die "Großen" erklärten, unterstützten und leiteten an. Dabei wurden bunte und beim Kontakt mit Wasser heftig sprudelnde Badezusätze aus Haushaltschemikalien zusammengerührt und geformt, ebenso wurde Klebstoff aus Gummibärchen hergestellt.
Auch kleine Kriminalisten kamen auf ihre Kosten, denn die Kinder erstellten ihre eigenen Fingerabdruckkartei und überprüften Tinten für Geheimbotschaften auf ihre Tauglichkeit und Möglichkeiten zu deren Entschlüsselung.
Die Naturwissenschaften gehen den Dingen auf den Grund, hier wird ganz genau hingeschaut und so gehörte zum Experimentierparcours auch das Basteln einer eigenen Lupe dazu.
Die Liste der Geräte in Kinderzimmern, deren Funktion von Batterien abhängt, ist lang, und der Ärger, wenn das Lieblingsspielzeug nicht mehr in Betrieb gesetzt werden kann, weil der Batterievorrat aufgebraucht ist, ist vertraut. So war es für die Kinder auch besonders interessant, eine eigene Batterie mit Hilfe von Kartoffeln und einigen Metallblechen zu "bauen", die tatsächlich eine kleine Lampe zum Leuchten brachte.
Am Ende gab es einen "Forscher-Orden" und ein reich bebildertes "Experimentier-Skript", anhand dessen die Kinder zu Hause die Experimente wiederholen können.
Chemielehrerin Michaela Ostermann: "Für mich ist es jedes Mal rührend, wie alle zusammen experimentieren und sich die Großen um die Kleinen kümmern. Schüler wie Vorschulkinder scheinen Spaß an dieser doch etwas anderen Form von Unterricht zu haben. Für die Schülerinnen und Schüler des 13 ch1 war diese Chemiestunde sicherlich eine echte Herausforderung, allerdings auch eine sehr bereichernde Erfahrung." red