Kleine große Koalition

TRIER. (DiL) Die Bundestagsabgeordneten Karl Diller (SPD) und Bernhard Kaster (CDU) wollen parteiübergreifend gemeinsam für eine schnelle Realisierung des Streckenausbaus Trier-Luxemburg und für eine bessere Fernverkehrsanbindung der Region kämpfen.

Bislang waren die beiden Parlamentarier eher durch Konfrontationen aufgefallen, nun haben sie ihre erste gemeinsame Erklärung als "große Koalition auch in der Region Trier" vorgelegt. Ziel: Den Ausbau der Bahnstrecke zwischen Trier und Wasserbillig entscheidend voranzubringen. Immerhin steht das Großprojekt im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes, nicht zuletzt dank Dillers "vehementem Einsatz", wie Kaster zugesteht. Aber in die schnellstmögliche Realisierungsphase bis 2008 gelangte die Strecke nicht. Nun wollen Diller und Kaster "gemeinsam daran arbeiten, dass dieses Projekt in die nächste Mittelfristplanung ab 2009 aufgenommen wird". Vor allem soll auf eine frühzeitige Planung gedrängt werden, sei doch "völlig ungeklärt, wie das Streckenproblem der Konzer Brücke gelöst werden kann". Aber nicht nur dort braucht die Region eine parteiübergreifende Lobby. Auch für eine bessere Fernverkehrsanbindung will man künftig im Duett kämpfen. Immerhin ist die neue ICE-Verbindung, für die sich Kaster intensiv eingesetzt hatte, nach Meinung beider Abgeordneter "ein Zeichen, das der Region Selbstvertrauen gibt". Nun sollen "Fahrzeiten optimiert und weitere Anbindungen verbessert werden". Und das soll schon vor 2009 passieren. Schließlich müssten Trier und die Region, wie es in der Diller-Kaster-Erklärung heißt, "zum Kulturhauptstadtjahr 2007 und zur Konstantin-Ausstellung besser angebunden sein".

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