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Umfrage sieht Patt zwischen CDU und SPD in Rheinland-Pfalz

Umfrage sieht Patt zwischen CDU und SPD in Rheinland-Pfalz

Eine neue Umfrage untermauert, dass zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz ein Kopf-an-Kopf-Rennen erwartet wird: CDU und SPD sind darin gleichauf. Das spornt beide Parteien bis Sonntag an.

(dpa/lrs) - Knapp eine Woche vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz liegen CDU und SPD einer Umfrage zufolge gleichauf. Beide Parteien kommen derzeit auf 35 Prozent, ergab eine Befragung des Instituts Insa im Auftrag der "Bild"-Zeitung (Montag). Erstmals seit Umfragen im Jahr 2012 für den SWR und die Zeitung "Die Rheinpfalz" sind die Parteien von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und ihrer Herausforderin Julia Klöckner (CDU) damit bei der Sonntagsfrage wieder auf Augenhöhe. Eine Woche zuvor war die SPD in einer Umfrage für "Bild" noch auf 32,5 Prozent gekommen, die CDU hatte bei 35 Prozent gelegen.

Die rechtskonservative AfD kann der neuen Umfrage zufolge mit 9 Prozent rechnen, das ist etwas mehr als vor einer Woche (8,5 Prozent). Die im Landtag mitregierenden Grünen sackten auf 7 Prozent ab nach 10 Prozent vor einer Woche, die FDP sank leicht von 6 auf 5 Prozent. Die Linke wäre mit 3 Prozent weiter nicht im Landtag vertreten, in der Vorwoche erreichte die Partei noch 4 Prozent. 3,1 Millionen Bürger können am Sonntag (13. März) einen neuen Landtag wählen.

Klöckner zeigte sich kämpferisch. "Wir wollen den Politikwechsel", sagte sie in Mainz. Die Partei konzentriere sich darauf, "dass es keine Regierungsbildung an der CDU vorbei gibt". Auf die Frage, ob sie in einer großen Koalition als Juniorpartner zur Verfügung stünde und Ministerin würde, sagte Klöckner: "Wir verteilen keine Posten vor der Wahl."

Dreyer sagte in Mainz, sie sei schon im vergangenen September optimistisch gewesen, als in den Umfragen noch zehn Prozentpunkte zwischen CDU und SPD lagen. Dass nun beide Parteien gleichauf seien, sei schön. "Das gibt schon Rückenwind, auch für unsere vielen Wahlkämpfer im Land, die total motiviert sind."

Nach der Umfrage wären eine große Koalition, eine "Jamaika"-Koalition (CDU, Grüne, FDP) und ein "Ampel"-Bündnis (SPD, FDP, Grüne) möglich. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hält Dreier-Bündnisse durchaus für stabil. "Wir beweisen es gerade", sagte er mit Blick auf seine rot-rot-grüne Koalition. Das Geheimnis sei, auf alle Partner gleichberechtigt zu achten.