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Chronik: Die lange Suche nach Tanja Gräff

Chronik: Die lange Suche nach Tanja Gräff

Seit die Studentin im Juni 2007 verschwand, suchten Polizei, Eltern und Freunde nach Tanja Gräff. Doch selbst Fernsehsendungen und ein Appell an den mutmaßlichen Mörder brachten keine Ergebnisse - bis nun Knochen gefunden wurden, bei denen es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um die sterblichen Überreste der jungen Frau handeln soll. Nachfolgend eine Chronologie der wichtigsten Ereignisse:

- 7. Juni 2007: Tanja Gräff verschwindet im Alter von 21 Jahren bei einem Sommerfest an der Fachhochschule Trier spurlos.

- 13. Juni 2007: Die Polizei sucht weiter nach der vermissten Studentin. Die Wahrscheinlichkeit, sie lebend zu finden, schwinde aber mit jedem Tag, sagt der Chef der Sonderkommission. Er geht von einem Verbrechen aus.

- 27. September 2007: Der Fall ist Thema in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“. Eine heiße Spur ergibt sich nicht. Hinweise gehen auch zu einem Auto ein, dessen Fahrer ein unbekannter Begleiter sein könnte, mit dem Gräff die Party verlassen haben soll.

- 27. November 2007: Die Polizei startet mehrere Suchaktionen, unter anderem an einem Stausee in Luxemburg. 62 Taucher aus drei Ländern und Sonarspezialisten erkunden das Gewässer in einem dreitägigen Großeinsatz. Der Einsatz verläuft ergebnislos.

- 21. März 2008: Die Eltern der Studentin wenden sich mit einem öffentlichen Appell an den möglichen Mörder ihrer Tochter. „Geben Sie uns einen Hinweis, wo wir Tanja finden“, sagen die Eltern in einem Interview der Zeitung „Trierischer Volksfreund“.

- 7. Juni 2008: Auch ein Jahr nach dem Verschwinden der Lehramtsstudentin bleibt ihr Schicksal ungeklärt. 1300 Hinweise sind eingegangen, doch die Ermittler sind ohne heiße Spur. Freunde erinnern mit öffentlich abgespielten Musikstücken an den Fall.

- 16. Januar 2009: Die Polizei löst ihre Ermittlungskommission auf. Rund 1400 Hinweisen und 600 Ermittlungsspuren sind die Polizisten nachgegangen, ohne das Schicksal der Vermissten klären zu können.

- 29. Oktober 2010: Die Polizei rollt den Fall neu auf. Ein dreiköpfiges Ermittlungsteam soll „alle alten Spurenakten“ nochmals überprüfen. Fünf Monate später räumt die Polizei ein, dass es nur wenig Hoffnung auf Klärung gebe.

- 18. März 2011: Spezialisten suchen die Felsen an der Fachhochschule mit einer Drohne ab. Doch auch das unbemannte Minifluggerät bringt keine verwertbaren Spuren.

- 30. März 2011: Der Fall ist Thema einer Spezialsendung von «Aktenzeichen XY ... ungelöst» im ZDF. Die Sendung thematisiert die Fälle plötzlich verschwundener Kinder. Doch der Bericht bringt die Polizei auch nicht weiter.

- 11. Mai 2015: Die Ermittler geben bekannt, dass an einem schwer zugänglichen Steilhang in Trier-Pallien Knochen gefunden wurden , bei denen es sich laut Polizei und Staatsanwaltschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit um die sterblichen Überreste Gräffs handelt.
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