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Feier zum Geburtstag: 50 Jahre Kleidersammlung für Bolivien

Feier zum Geburtstag: 50 Jahre Kleidersammlung für Bolivien

Seit 50 Jahren gibt es die Kleidersammlung der Deutschen Katholischen Jugend zugunsten von Kindern und Jugendlichen in Bolivien. Insgesamt 22 Millionen Euro an Spenden sind seit 1966 zusammengekommen.

Daun/Trier. Seit 1966, also seit genau 50 Jahren, gibt es die Bolivienkleidersammlung. Aus diesem Anlass haben sich rund 100 Vertreter der Katholischen Jugendarbeit auf der Marienburg bei Zell getroffen. Zum Festakt kam neben Bischof Ackermann auch der bolivianische Erzbischof aus Sucre, Jesús Juárez Párraga.
Konkreter Bezug zum Land


"Man tut eine gute Tat und es macht Spaß." So hat Bischof Ackermann selbst als Jugendlicher die Kleidersammlung in seiner Heimat Nickenich (Landkreis Mayen-Koblenz) erlebt. Die Bolivienkleidersammlung sei einzigartig in ihrer Beständigkeit und räumlichen Ausdehnung, erklärte er weiter. Zudem führe sie junge Leute an die Weltkirche heran, zeige die Idee der Verbundenheit und Nähe. "Sie vermittelt jungen Leuten einen konkreten Bezug zu einem faszinierenden Land", sagte auch der Trierer Bundestagsabgeordnete Bernhard Kaster. "Das kann man gar nicht hoch genug schätzen."
Rund 89 000 Tonnen Kleidung sind in den letzten 50 Jahren gesammelt worden, wodurch rund 22 Millionen Euro zusammenkamen. Das Geld ermöglichte über 23 000 Kindern in Bolivien eine Schulbildung.
Am Anfang standen Johannes Grewe, der von 1965 bis 1971 Bolivienreferent im Bistum war, und Helga Koster, die Anfang der 1970er Jahre Vorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend wurde. "Ich freue mich, dass eine Geschichte, die ich vor 50 Jahren begonnen habe, heute noch so lebendig ist", sagte Grewe beim Festakt. Für die Werbung musste er sich bei der ersten Sammlung noch rund 6600 Mark leihen. Eingenommen wurden bei der ersten bistumsweiten Aktion dann 931 000 Mark.
Auch Koster blickt positiv zurück auf die Anfänge der Kleidersammlung und der Partnerschaft. "Es ist wichtig, dass wir Menschen in anderen Ländern kennenlernen und Begegnungen schaffen." red