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Handel
Das Globus-Gutachten ist da, doch noch darf Trier nicht damit arbeiten

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Trier. Das Papier ist im Trierer Rathaus angekommen, doch noch darf niemand damit arbeiten. Der Globus-Konzern will die Inhalte selbst präsentieren – am 19. November. Von Jörg Pistorius
Jörg Pistorius

Der Globus-Konzern will die Ergebnisse des Gutachtens, das er bei der Cima Beratung und Management GmbH in Auftrag gegeben hat, in Trier präsentieren. Das saarländische Unternehmen plant, den Inhalt des Cima-Gutachtens geladenen Gästen aus Politik und Wirtschaft in der Europäischen Rechtsakademie vorzustellen. Der Termin: Montag, 19. November.

Was steht in diesem Gutachten? „Wir haben prüfen lassen, ob ein neuer Markt hinsichtlich Verkaufsflächen, Sortimenten, Innenstadtrelevanz und potenziellem Verdrängungswettbewerb für die Stadt Trier verträglich ist“, teilt eine Globus-Sprecherin mit. Diese Prüfung ist beendet.

Dieses Gutachten ist auch bereits im Trierer Rathaus eingetroffen. „Aber wir können noch nicht darüber reden und damit arbeiten, denn es trägt einen Sperrvermerk bis zum 19. November“, sagt Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) am Mittwochabend im Steuerungsausschuss. „Ich habe es noch nicht genau gelesen, rechne aber auch nicht mit großen Überraschungen.“

Leibes Einschätzung der Lage trifft offenbar zu. Laut dem TV vorliegenden Informationen sagt das Gutachten der Cima GmbH klar aus, dass eine Gefahr für den Trierer Handel nicht zu erwarten sei. Es gebe deshalb keine grundsätzlichen Bedenken gegen den Plan, in der Niederkircher Straße im Gewerbegebiet Euren einen neuen Globus-Markt mit einem Schwerpunkt auf Lebensmittel und einer Verkaufsfläche von 10 000 Quadratmetern zu errichten. Die dafür nöltige Fläche hat Globus bereits  gekauft (der TV berichtete).

Doch es gibt noch ein zweites Gutachten in der Debatte um den neuen Globus-Markt. Dieses hat die Stadt Trier bei der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) in Auftrag gegeben. Auch dieses Papier liegt bereits „im Entwurf“ vor, das hat die Stadtverwaltung mehrfach bestätigt. Das GMA-Gutachten dreht sich nicht allein um einen neuen Globus-Markt, es ist ein Element der aktuell anstehenden Fortschreibung des 2015 vom Stadtrat beschlossenen Einzelhandelskonzepts. Aber dennoch taucht die Frage, ob ein Großprojekt wie der geplante Globus-Markt gut oder schlecht für die Stadt Trier und ihre etablierten Händler wäre, darin auf.

Über den Inhalt dieses im Entwurf vorliegenden Gutachtens der GMA erfuhr der Steuerungsausschuss am Mittwochabend nichts.