Der kölsche Jung kehrt heim

Der kölsche Jung kehrt heim

Kreisverwaltungs-Dezernent Philip Schützeberg arbeitet nun in der Domstadt.

Daun In Köln geboren, in Köln studiert, in Köln seine erste Anstellung gefunden: Da verwundert es auf den ersten Blick nicht, dass es Philip Schützeberg nach etwas mehr als vier Jahren in Daun wieder in die Domstadt zieht. Wobei der echte Kölsche Jung allerdings Wert darauf legt, dass es nicht berufliche, sondern "ausschließlich private Gründe" sind, die ihn bewogen haben, die Eifel zu verlassen.
Der 37-Jährige war im Frühjahr 2013 als leitender staatlicher Beamter in die Kreisverwaltung gekommen, kurz bevor Landrat Heinz-Peter Thiel die Nachfolge von Heinz Onnertz antrat.
An Arbeit mangelte es Schützeberg nicht: Er übernahm damals die Leitung von gleich vier Abteilungen: Recht, Jugend, Soziales und das Jobcenter.
Eine echte Bewährungsprobe war für ihn, als sich auch der Kreis Vulkaneifel 2015 um Hunderte von Flüchtlingen kümmern musste. "Als zentraler Koordinator hat er maßgeblich mit dazu beigetragen, dass diese schwierige Situation gemeistert werden konnte", würdigte Landrat Thiel die Arbeit Schützebergs. So sei es gelungen, eine funktionierende Struktur der dezentralen Unterbringung der Menschen zu etablieren, die sich bestens bewährt habe. "Das war mehr als eine Herausforderung für die Verwaltung und mich persönlich, es ging für alle Beteiligten an die Belastungsgrenze", so die Einschätzung Schützebergs.
Seinen Dienst beim neuen Arbeitgeber tritt er heute an, und der ist deutlich größer als die Verwaltung des Kreises Vulkaneifel: der Landschaftsverband Rheinland (LVR) mit Hauptsitz in Köln arbeitet als Kommunalverband mit rund 18 000 Beschäftigten für 9,4 Millionen Menschen. "Hoffentlich bekommst du ein Büro mit Blick auf den Dom", wünschte Thiel dem scheidenden Dezernenten.
Abschiedsgeschenk für Schützeberg: ein Eifel-Rucksack, gefüllt mit Leckereien und Erinnerungsstücken.