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SUV und doch Öko: Der Mitsubishi Outlander Hybrid im TV-Check

SUV und doch Öko: Der Mitsubishi Outlander Hybrid im TV-Check

Mitsubishi hat die zweite Generation seines Outlander als Pluig-in-Hybrid eingeführt. Volksfreund.de ist den neun Öko-SUV bereits gefahren.

Was ihre Öko-Bilanz angeht haben die "Dicken" in der Regel keinen guten Ruf. Die wuchtigen Sport Utility Vehicles, kurz SUV genannt, gelten als potenzielle Umweltsünder , die zu viel Kraftstoff verbrauchen, eine viel zu große Menge an Schadstoffen emittieren und zudem mit ihren Ausmaßen für den Alltagseinsatz - vor allem in der Stadt - ohnehin ziemlich unnötig sind. Doch Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel. Eine dieser Ausnahmen stand in Frankfurt schon auf dem IAA-Stand von Mitsubishi. Jetzt kommt der Outlander neben seiner "normalen" Version mit reinen Verbrennungsmotoren auch als Plug-in-Hybrid auf den Markt.

"Outlander PHEV" heißt das erste Plug-in-Hybrid SUV überhaupt. Das fünftürige, hochrädrige Fahrzeug der oberen Mittelklasse muss natürlich zunächst einmal die von einem Fahrzeug dieses Segmentes geforderten konventionellen Anforderungen wie Geräumigkeit, Variabilität, Komfort und möglichst hohe Sicherheitsstandards erfüllen, bevor man die speziellen Besonderheiten und Vorzüge seines dualen Antriebsprinzips beurteilt.
Auf den ersten Blick sieht man dem Outlander PHEV seine Ausnahmestellung nicht an. Das Antriebsprinzip hat keinen störenden Einfluss auf die Optik und vor allem auf jene Eigenschaft, die mögliche Kunden bei einem SUV so schätzen: Den bequemen Ein- und Ausstieg dank des hohen Fahrersitzes nämlich. Vorne sitzen Personen von bis zu 1,90 Meter oder auch noch mehr durchaus kommod. Auch die hintere Sitzreihe ist für Zeitgenossen mit langen Beinen bequem zu erreichen.

Auch in punkto Sicherheit macht der Hersteller keine Kompromisse. Sieben Airbags, ABS, ESP (elektronisches Stabilitätsprogramm) und Bremsassistent sind serienmäßig. Die Ausstattungsvariante Top enthält zudem ein Fahrassistenz-Paket, zu dem ein Notbrems-Assistent, ein Spurverlassenswarner und ein Kollisionswarner gehören. Zudem glänzt der Outlander mit einem großen Kofferraum-Volumen. Entfernt man die Gepäckraum-Abdeckung, so entsteht je nach Konfiguration der umlegbaren Rücksitze eine gesamte Ladekapazität (bis zu den Vordersitzen und unter das Dach) von bis zu 1660 Liter. Das ist weit über dem Durchschnitt. In Bezug auf die Kernkompetenzen eines SUV gibt es beim Outlander PHEV also keine Einschränkungen.

Das Interessanteste an diesem Fahrzeug aber ist sein einzigartiges Antriebskonzept: An der Vorder- und Hinterachse ist jeweils ein 82-PS starker Elektromotor angebracht. Diese beiden E-Mobil-Kraftquellen ermöglichen ein rein elektrisches Fahren bis zu 120 km/h, inklusive eines intelligenten Allradantriebs. Hinzu kommt der 121 PS starke Benzinmeter, wodurch sich eine Systemleistung von 285 PS ergibt. Der Verbrenner lädt einmal mittels eines Generators die Akkus wieder, er kann aber auch im Bedarfsfall, wenn zusätzliche Leistung gefordert ist, noch mit auf die Vorderachse gekoppelt werden.

Ein wirtschaftlicher Effekt des Plug-in-Hybrids ergibt sich allerdings nur, wenn man die Akkus regelmäßig lädt. . An einer Schnelladestation dauert das gerade mal 30 Minuten, damit hat man dann 80 Prozent der Gesamtkapazität wieder aufgeladen. An der normalen Haushaltssteckdose dauert dieser Vorgang fünf Stunden. Dann sind die Akkus allerdings auch wieder bei 100 Prozent ihrer Leistungsfähigkeit. Zusätzlich können sie auch per Verbrennungsmotor in 40 Minuten zu 80 Prozent geladen werden. Eine Funktion, die aber nur dann Sinn macht, wenn man hinterher rein elektrisch fahren möchte.

Die Preisliste für den in bereits in der Basisversion gut ausgestatteten Mitsubishi Outlander PHEV beginnt bei 49.900 Euro.