Vom Gas bis zum Mobilfunk

Über eine zentrale Energieversorgung im Neubaugebiet, die Möglichkeit der Urnenbestattung auf dem Friedhof, die Erhaltung und Schließung von Spielplätzen sowie die beantragte Errichtung eines Funkmasts hat der Gemeinderat Irrel beraten.

Irrel. Für den Mobilfunk-Anbieter O2 war der Tag der Entscheidung ein denkbar schlechter. Gerne hätte das Unternehmen auf dem Katzkopf in Irrel, dort wo bereits seit Jahrzehnten ein Sendemast steht, einen weiteren errichtet, doch die zeitliche Nähe zum sonntäglichen "Tatort" im Ersten hat das verhindert. Oder vielmehr die Mitglieder des Gemeinderats in Irrel, von denen einige den beklemmenden Fernsehkrimi über Strahlenbelastung gesehen haben. Einstimmig haben die Irreler den beantragten Bau der Anlage abgelehnt. Er habe sich beim Bundesamt für Strahlenschutz informiert, sagt Ortsbürgermeister Heinz Haas, doch auch dort könne kein Mensch garantieren, dass der Sendemast trotz möglicher Strahlung für Menschen ungefährlich sei. Deshalb wird auf dem Katzenkopf vorerst nichts errichtet.Gasanschlüsse sind möglich

Dafür aber im Neubaugebiet "Auf Theren II". Rund 100 Häuser sollen hier in den kommenden Jahren entstehen. Um diese mit Wärme zu versorgen, gibt es Überlegungen, eine zentrale Flüssiggas-Anlage zu errichten. Alle Grundstücke könnten dann an diese Energieversorgung angeschlossen werden. Nachdem der Kundenberater eines Gas-Anbieters im Gemeinderat das Konzept vorgestellt hat, wollen die Irreler diese Möglichkeit zunächst einmal überdenken. Haas: "Die Bauherren könnten, falls es dazu kommt, dann selbst entscheiden, ob ihr Haus an die Gasleitung angeschlossen werden soll oder nicht."Ab kommendem Jahr soll es auf dem Friedhof in Irrel ein 25 Quadratmeter großes Rasenstück geben, das ausschließlich für Urnenbestattungen vorgesehen ist. "Wir wollen dem Trend der anonymen Bestattung entgegenwirken", erklärt Haas, weshalb die Friedhofsatzung entsprechend geändert werde. Die katholische Kirche begrüße das Vorhaben, sagt Haas. Was den Gemeinderat noch beschäftigt, sind die Spielplätze in Irrel. So soll der alte, reizarme und aufgrund seiner Lage nicht ungefährliche Spielplatz in der Talstraße aufgelöst werden, und auch die Freizeitanlage beim Aldi werde der geplanten Erweiterung des Discounters weichen. Dafür sei im Neubaugebiet ein weiterer Platz vorgesehen, sagt Haas, und zudem wolle man sich jetzt darum bemühen, den Spielplatz bei der alten Schule wieder benutzerfreundlicher zu gestalten.