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"Ja, aber nicht mehr so weiter"

"Nie wieder Klinkhammer" lautete eine mehrfach geäußerte Aussage der Mitgliederbefragung: An dem Euskirchener Veranstalter (3.v.l.) der beiden jüngsten Hillesheimer Gewerbeschauen entzündete sich vielfach Kritik.TV-Archiv/Foto: Felicitas Schulz
"Nie wieder Klinkhammer" lautete eine mehrfach geäußerte Aussage der Mitgliederbefragung: An dem Euskirchener Veranstalter (3.v.l.) der beiden jüngsten Hillesheimer Gewerbeschauen entzündete sich vielfach Kritik.TV-Archiv/Foto: Felicitas Schulz
HILLESHEIM. Entscheidung am Montag: Auf ihrer Jahreshauptversammlung legen die Hillesheimer Gewerbetreibenden fest, ob es auch in Zukunft einen "Hillesheimer Herbst" geben wird. Und falls ja, wie die Gewerbeschau künftig aussehen soll. Von unserem Redakteur <br>MARIO HÜBNER

Die Zusammenkunft am Montag (3. Februar, ab 20 Uhr im Gasthaus Schlösser) wird Rück- wie Ausblick. Zum einen geht es darum, die jüngste Herbstschau unter Regie des Euskirchener Veranstalters Dieter Klinkhammer, die während und nach der Veranstaltung vielfach kritisiert worden war, Revue passieren zu lassen. Zum anderen wird über die Zukunft einer wie auch immer gearteten Gewerbeschau in der Beispielstadt abgestimmt werden. Gewerbevereinsvorsitzender Manfred Schmitz sagt klipp und klar: "Am Montag wird eine Entscheidung herbeigeführt." Er geht von einer Fortführung der Veranstaltung aus, "doch dafür will ich die breite Rückendeckung der Mitglieder". Kritik an fehlendem Proporz und hoher Miete

Seine Einschätzung stützt er zum einen auf die bisherigen Gespräche: So haben die wenigen Hillesheimer Teilnehmer direkt im Anschluss an die Schau eine kleine Arbeitsgemeinschaft gebildet. Und die hat all das analysiert, was falsch gelaufen ist und wie es verbessert werden könnte. Zentrale Kritikpunkte waren die geringe Anzahl der Hillesheimer Aussteller nur fünf von rund 70 sowie die hohe Standgebühr von 46 Euro pro Quadratmeter. Zum anderen verweist Schmitz auf eine schriftliche Befragung der Mitgliedsbetriebe unter anderem zum Thema "Herbstschau": Rund die Hälfte der 70 Gewerbevereinsmitglieder hat geantwortet. Schmitz: "Die Tendenz ist eindeutig: Viele wollen, dass die Herbstschau in Hillesheim etabliert wird, aber eben nicht mehr so. Es soll wieder eine Hillesheimer Gewerbeschau werden und keine Euskirchener." In Zahlen ausgedrückt: Dreiviertel der Hillesheimer Gewerbetreibenden, die geantwortet haben, sind für eine von der Werbegemeinschaft veranstaltete Herbstschau. Denn die Schau wird grundsätzlich als gute Darstellungsmöglichkeit und Ort für intensive Kundenpflege geschätzt. Sorgen bereiten einigen Familienbetrieben aber trotz Befürwortung der Veranstaltung die dünne Personaldecke: Denn schließen will kaum einer sein Geschäft während der Schau. Ihre Teilnahme an einer solchen Veranstaltung wiederum haben nur 20 Prozent der Befragten ausgeschlossen. 25 Prozent wollen auf jeden Fall mitmachen, die restlichen 55 Prozent haben sich noch nicht entschieden. Dennoch ist der Gewerbevereins-Chef optimistisch: "Wenn konkrete Zahlen und Kosten sowie Programmvorschläge vorliegen, werden sich noch einige dafür entscheiden." Im Endeffekt hält Schmitz 30 Teilnehmer aus den eigenen Reihen für "durchaus realistisch". Schmitz fordert Mitarbeit der Mitglieder

Doch er betont, dass die Organisation keine alleinige Angelegenheit des Vorstandes sein wird. "Zum einen wird es keine Alleingänge des Vorstandes geben, sondern es wird nur das gemacht, was die Mehrheit der Mitglieder will. Zum anderen wird die Mitarbeit in der Arbeitsgemeinschaft eingefordert: Jeder muss seinen Teil zum Gelingen der Veranstaltung beitragen." In den kommenden Ausgaben berichten wir über das Abstimmungsergebnis, über die weiteren großen Aktivitäten der Werbegemeinschaft in diesem Jahr und über weitere Ergebnisse der Mitgliederbefragung.