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Naturschutz mit tierischer Unterstützung

Die Schafe von Roswitha Jungen schaffen es nicht alleine. Landschaftspfleger schneiden ab und zu die Hänge des Weinfelder Maares frei. TV-Foto: Archiv/Anke Scholz
Die Schafe von Roswitha Jungen schaffen es nicht alleine. Landschaftspfleger schneiden ab und zu die Hänge des Weinfelder Maares frei. TV-Foto: Archiv/Anke Scholz
Am Weinfelder Maar haben Landschaftspfleger erneut Naturschutz-Pflegeprojekte übernommen. Derzeit laufen im Auftrag der unteren Naturschutzbehörde Arbeiten am Maar, wo mit Unterstützung einer Schäferei Jungen gemäht und gemulcht wird.

Daun. (red) Die Schafe, die vierbeinigen Landschaftspfleger von Roswitha und Peter Jungen, bevorzugen saftiges Grün. Sie verbeißen nicht alles an Aufwuchs und verschmähen insbesondere die holzige Masse, so dass in regelmäßigen Abständen - wenn die Verfilzung der Grünlandflächen mit Ginster und Dornensträuchern zunimmt - die Schafbeweidung maschinell unterstützt werden muss. Ein Naturschutz-Partnerbetrieb ergänzt die Offenhaltung durch den Schafverbiss.

Von den Arbeiten profitieren sowohl Naturschutz als auch ausführende Betriebe, ebenso die zahlreichen Touristen, die sich im Herbst zum Wandern in der Vulkaneifel einfinden und gepflegte Landschaft und freie Eifelblicke genießen.

Ergänzend zu den landwirtschaftlichen Arbeiten auf dem Grünland schneiden Mitarbeiter der bei der Kreisverwaltung eingerichteten Jugendqualifizierungs- und Beschäftigungsmaßnahme (Juma) mit ihrem Anleiter Gholamreza Asgari wieder die Wege im Naturschutzgebiet frei, so dass das Weinfelder Maar sich zur Herbstwanderzeit wieder einladend präsentiert. "Sollte es durch die Freistellungen zu Beeinträchtigungen in Form von abgeschnittenen Ästen oder gelegentlich zu Wegesperrungen kommen, wird um Verständnis gebeten", berichtet die Kreisverwaltung.

Viele Betriebe seien bereit, Naturschutzprojekte zu übernehmen, wenn diese in die Betriebsabläufe eingebunden werden können, ergab ein landesweites Umfrageverfahren der zuständigen Ministerien für Landwirtschaft und Umwelt. Infos über die Einbindung von landwirtschaftlichen Betrieben in Naturschutz- und Biotoppflege im Naturpark Vulkaneifel gibt es bei der Naturschutzbehörde der Kreisverwaltung, Ulrich Buchs, Telefon 06592/933-303.