Das lange Warten hat ein Ende

Nach 17 Jahren: Merzkirchen erhält einen zentralen Treffpunkt für alle Generationen.

Merzkirchen Die heutigen Kinder von Merzkirchen können sich an den alten Spielplatz gar nicht mehr erinnern. "Der lag auf einem Privatgelände und musste aufgegeben werden", sagt Ortsbürgermeister Martin Lutz bei der Einweihung des nagelneuen Zentrums für Spiel und Spaß durch Pastor Manfred Tüx. Es lag am Baugebiet Op de Schanzen. Bei der Konzeption wurde gleich ein Spielplatz mitintegriert. Aber zuerst kamen die Planung, die Genehmigung und eine Flurbereinigung. Erst 2012 kam die Rechtskraft des Bebauungsplans; danach stand das Gelände zur Verfügung.
Doch zuerst musste die Zufahrt zu den Grundstücken der heutigen Neubürger gebaut werden, mit Wasser, Kanal und Strom. Davor war das nur ein Wirtschaftsweg. Eine Elektroleitung der Gaststätte Zur Zentrale konnte erst mit dem Verkauf des Anwesens unterirdisch verlegt werden, denn zuvor stand ein Strommast direkt am Bouleplatz. Alles zusammen dauerte das vier Jahre.
"Bereits 2000 hatten die Bürger, vor allem die Kinder, in einer Dorfmoderation einen schönen Spielplatz verlangt", erinnert sich der Bauleiter und Ortsvorsteher Peter Hemmerling. Sogar Unterschriften der Kinder bekam er von den kleinen Mitbürgern damals vorgelegt.
Lea Olinger, heute 14, hat schon als Neunjährige für den Spielplatz mitgekämpft: "Er ist gut geworden. Hier kann man viel machen." Der neunjährige Jonas Altenhofen freut sich, dass der Spielplatz so schön groß ist und: "Die Nestschaukel ist das Beste."
Fitness und Geselligkeit für alle Generationen wird nun angeboten, mit Boule- und Grillplatz, großer Sitzgarnitur, ein Fitnessgerät für die Bein- und Rückenmuskulatur.
15 Helfer haben bei der Umsetzung der Pläne mitgemacht. Es ist die 2010 gegründete Dorfgemeinschaft Merzkirchen (DGM).
232 Stunden Ehrenamt stecken in dem Platz. "Von den 830 Einwohnern sind 161 Kinder bis 15 Jahre", unterstreicht er nochmals die Notwendigkeit. Nach Portz und Körrig ist Merzkirchen der dritte Spielplatz der Ortsgemeinde, die sich das zusammen 43 000 Euro kosten ließ.
Der allerneueste ist der größte und mit 26 700 Euro der teuerste, was nur durch 18 000 Euro an Spenden möglich wurde. "Das tut unserem Haushalt gut", ist Lutz erleichtert. Von der Qualität ist er ebenfalls überzeugt: "Unsere Spielplätze halten jeder Überprüfung durch den TÜV stand." Der neue Platz wurde mit einem Dorffest zünftig gefeiert.