Verkehr löst sich nicht auf

Die Änderung der Verkehrsführung ab der Moselbrücke Wellen-Grevenmacher wurde in einer Besprechung in Konz, zu der die Straßenverkehrsbehörde eingeladen hatte, vorgestellt und von den anwesenden Vertretern der zuständigen Behörden und Kommunen akzeptiert.

Ich habe seinerzeit als Ortsbürgermeister der Gemeinde Wellen daran teilgenommen. Auch in der Gemeinde Wellen mussten die Verkehrsteilnehmer Einschränkungen dulden. So wurde die Unterführung zur Bundesstraße 419 geschlossen, sodass die Autofahrer aus den Neubaugebieten einen Umweg fahren müssen, um sich dann auf dem Brückkopf in den Verkehr einzuordnen. Ich habe auch gegen diese Lösung Einwände erhoben, da der Wellener Ortsteil Klautermühle dadurch erheblich belastet wird, hatte aber damit keinen Erfolg. Es war allen Anwesenden klar, dass sich durch diese Maßnahme der Verkehrsfluss von der Brücke in Richtung Trier verdichten würde. Vorher war es doch so, dass sich in den verkehrsstarken Stunden ein Rückstau der Autos durch Grevenmacher hindurch, bis weit auf die Straße nach Luxemburg, bildete. Hierüber haben sich die Einwohner von Grevenmacher, der Gemeinderat und auch der Bürgermeister massiv beschwert. Dieser Rückstau ist durch die Änderung der Vorfahrt nun beseitigt. So ist das nun eben mal. der Verkehr kann sich nicht in Luft auflösen. Vorteile auf der einen Seite bringen Nachteile auf der anderen Seite. Natürlich ist das keine optimale Lösung, aber ich glaube, man kann damit leben. Das Problem in Temmels ist ja nicht erst durch diese Verkehrsregelung entstanden, sondern durch die Tatsache, dass man in den sechziger Jahren die Bundesstraße 419 - anstatt an der Mosel entlang - durch den Ort gebaut hat. Die Gründe hierfür sind den Temmelsern wohl bekannt. Abhilfe schafft hier nur eine Über- oder Unterführung der Bundesstraße 419. Walter Conzem, Wellen