Urteil : Betrüger geht für vier Jahre hinter Gitter

Das Landgericht Trier hat am Mittwoch einen Betrüger hinter Gitter gebracht, der auch in Wittlich sein Unwesen getrieben hat. Der 57-Jährige soll im Oktober 2017 im Real-Markt in Wittlich eine Angestellte angesprochen haben,  ihm einen 500-Euro-Schein zu wechseln und ihm dafür Wechselgeld in gleicher Höhe auszuhändigen.

Nach Erhalt des Wechselgeldes soll er angegeben haben, jetzt erst einmal den 500-Euro-Schein zu holen. Dann sei er mit dem Geld der Kassiererin geflüchtet. Aber das war noch nicht alles: Auf der L 39 bei Binsfeld soll er eine Fahrerin dazu gebracht haben, in einer Haltebucht anzuhalten. Er soll sie um Geld fürs Tanken gebeten haben, da er auf dem Weg nach Frankreich zu seiner schwer kranken Mutter sei. Um Solvenz vorzutäuschen, soll er der Zeugin eine Bankkarte von dem Konto, von dem er ihr später das Geld zurückzahlen wolle, gezeigt haben. Die Zeugin soll sich darauf aber nicht eingelassen haben. In Trier hat der 57-Jährige, wie das Gericht in seinem Urteil feststellte, noch weitere Betrügereien verbrochen, unter anderem soll er den Trick mit dem 500-Euro-Schein auch in einer Lotto-Annahmestelle in Trier-Nord versucht haben.

„Der Angeklagte ist schuldig des Betruges in zwei Fällen und des versuchten Betruges“, so das Urteil der Dritten Großen Strafkammer. Der vorbestrafte Betrüger, der sich bereits wegen anderer Delikte in Untersuchungshaft befand und bisher 18 seiner 57 Jahre hinter Gittern verbracht hat, wurde zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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