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Weihnachten: Eisige Temperaturen und enttäuschte Besucher

Weihnachten : Eisige Temperaturen und enttäuschte Besucher

Erstmals haben alle Aussteller des Weihnachtsmarktes am Erbeskopf außerhalb des Hunsrückhauses ihre Produkte angeboten.

Auf wenig Begeisterung ist das neue Konzept des Weihnachtsmarktes am Hunsrückhaus am Erbeskopf gestoßen. Erstmals waren die Aussteller, die ansonsten im Erdgeschoss des Hunsrückhauses ihre Produkte gezeigt haben, in einem großen Zelt vor dem Gebäude untergebracht, gemeinsam mit einer Cafeteria, die mit Biertischgarnituren bestückt war. Der Grund für das Zelt war die Eröffnung der neuen Dauerausstellung im Hunsrückhaus, für deren Feier die Räumlichkeiten im Hunsrückhaus benötigt wurden.

Hinzu kamen mehrere Marktbeschicker in Hütten und eigenen Ständen rund um den Platz. „Die Leute sind enttäuscht“, sagt Ausstellerin Tanja Schank aus Morbach. „Die Frage, ob das alles sei, haben wir von den Besuchern oft gehört“, sagt sie. „Alles kaputt“, sagt ein Besucher, der namentlich nicht in der Zeitung genannt werden will. „Ich verstehe die Leute, sie sind es anders gewohnt“, sagt Ausstellerin Nicole Schmitt. Doch im Gegensatz dazu steht die Nachfrage. „Der Abverkauf ist super“, sagt Schmitt. Genauso wie  Schriftsteller Hans-Peter Lorang, der seine Bücher im großen Ausstellerzelt anbietet. „Wir können uns über den Verkauf nicht beklagen“, sagt er. Doch sei es im  Hunsrückhaus deutlich angenehmer gewesen, auch von der Stimmung her. Hinzu kamen widrige äußere Bedingungen: Am Samstag fegte ein eisiger Wind über den Erbeskopf ins Tal und trieb die künstlich erzeugten Schneeflocken der Beschneiungsanlage vom Familienhang über die Ausstellungsfläche.

Am Sonntag hingegen war der natürliche Neuschnee bei den Veranstaltern willkommen. „Ist das nicht eine tolle Stimmung?“, fragt Birte Feil, Counterleiterin im Hunsrückhaus. Insgesamt hätten sich 26 Aussteller am Weihnachtsmarkt beteiligt. In der Tat seien Besucher enttäuscht gewesen, räumt sie ein. Doch nach Erklärungen hätten diese Verständnis gezeigt. „Im Zelt ist alles da“, sagt sie. Mit dem Weihnachtsmarkt, dem Ostermarkt und dem Schlemmermarkt sollen alle drei Märkte künftig immer auf dem Platz vor dem Hunsrückhaus und nicht mehr im Gebäude ausgerichtet werden. „Märkte gehören vor die Tür“, sagt sie.