Heimatliebe nach Strich und Farbe

Paul Mentges, der 1927 in Brauneberg geboren wurde und heute in Bitburg wohnt, ist seiner Moselheimat stets verbunden geblieben. Er gibt Dörfern und Landschaft in seinen Bildern einen (un)begrenzten Rahmen.

Bernkastel-Kues. Wer die Aquarelle, Zeichnungen und Radierungen des Malers Paul Mentges betrachtet, der fühlt sich, als führte ihn der Künstler persönlich an der Hand durch Landschaft und Straßen, an vertraute Orte oder auch unbekannte Plätze. Viele Plätze in Deutschland und im Ausland hat Mentges im Bild festgehalten, doch seine Liebe zur Heimat ist ungebrochen und beherrscht einen großen Teil seiner Werke. Seine Bilder der Heimat stellen bäuerlichen Lebensraum dar, es sind Orte des Innehaltens, Orte des Vertrauten und der Erinnerung — Orte und Landschaften, die nicht nur mit Zeichenstift und Pinsel, sondern mit Gefühl und sensiblem Auge entstanden sind. Es steckt auch ein wenig Ermahnung darin, behutsam mit der Heimat und der Vergangenheit umzugehen.Mentges besuchte die Werkkunstschule in Trier, doch es war ihm von Anfang an wichtig, ein solides Handwerk zu erlernen. So entschloss er sich fürs Malerhandwerk, das er mit Gesellen- und Meisterprüfung abschloss. Nach einem berufspädagogischen Studium wirkte Mentges dann 35 Jahre an der Berufsbildenden Schule in Bitburg — und besuchte Radierkurse an der Europäischen Kunstakademie in Trier.Seine Staffelei steht in freier Natur: Seine Werke, die draußen entstehen, sind "Stimmungsbilder", die eine tiefe Ruhe, eine melancholische Gelassenheit, ein Stück Geborgenheit verbreiten. Und er mag es stets konkret, das Abstrakte hat in seinen Bildern keinen Platz.Ein Querschnitt des künstlerischen Schaffens von Paul Mentges ist in der Akademie Kues bis zum 9.November zu sehen. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 9 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung.