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Mark Oostrom sagt "tot ziens"

Der Mann geht, das Maskottchen bleibt: Mark Oostrom, scheidender Chef des Landal Green Parks in Stadtkyll. TV-Foto: Fritz-Peter Linden
Der Mann geht, das Maskottchen bleibt: Mark Oostrom, scheidender Chef des Landal Green Parks in Stadtkyll. TV-Foto: Fritz-Peter Linden
Stadtkyll. Mark Oostrom hat acht Jahre lang den Landal Green Park im Stadtkyller Wirfttal geleitet. Jetzt verlässt er das Unternehmen und geht in sein Heimatland zurück - mit neuer Aufgabe. Die Eifel behält er in schöner Erinnerung. Fritz-Peter Linden

Stadtkyll. "Die Eifel ist ein Traum", sagt Mark Oostrom. Aber der geht nun zu Ende: Der 43-jährige Niederländer verlässt im Herbst den Landal Green Park im Stadtkyller Wirfttal, nach acht Jahren an der Spitze des zweitgrößten Ferienbetriebs in der Eifel. Größer ist nur noch die Anlage von Center Parcs in Gunderath.
Mark Oostrom fiel dadurch auf, dass er kaum auffiel: Obwohl er aufgrund der Größe des Parks und des Unternehmens eine enorme wirtschaftliche Kraft vertritt, trumpfte er niemals auf. Die Zusammenarbeit mit Oostrom, sagt Andreas Wisniewski von der Tourist-Information, sei vor allem eins gewesen in diesen acht Jahren: "Problemlos - schlicht und ergreifend problemlos." Man habe stets vonein-ander profitiert, Schwierigkeiten schnell erledigt, das alles bei harmonischem Umgang. "Das war ein guter Mann", sagt Wisniewski. "Von daher ist es schade, dass er geht."
Nachfolge noch offen


Oostrom verlässt auch sein bisheriges Unternehmen und wird zukünftig für einen Amsterdamer Catering-Betrieb in der Direktion arbeiten. Catering steht für Lebensmittelversorgung: Das Unternehmen führt etwa 50 moderne Betriebsrestaurants. Seine Wahlheimat wird er in guter Erinnerung behalten: "Ich fand\'s super. Es war eine gute und eine schöne Zeit." "Mark Ostroom war ein Mensch, auf den man zugehen konnte", sagt Stadtkylls Ortsbürgermeister Harald Schmitz. Bei den regelmäßigen Treffen zwischen Parkleitung und Ortsgemeinde seien die Gespräche immer sehr konstruktiv verlaufen. Man verliere "einen äußerst kompetenten Park-Manager. Ich hoffe, dass ein ebenso aufgeschlossener und angenehmer Nachfolger ihn ablöst und in seine Fußstapfen treten wird."
Schön, wenn man so verabschiedet wird. Aber auch da bleibt Mark Oostrom bescheiden: "Wer weiß", sagt er und lacht, "der Nächste macht es bestimmt noch besser." Im Oberen Kylltal wäre man schon froh, wenn es der Nächste genauso gut macht wie Oostrom. Der Nachfolger steht allerdings noch nicht fest.Extra

Der Landal Green Park im Wirfttal hat mehr als 200 Bungalows und 170 Camping-Stellplätze. Damit verfügt er über rund 1700 Betten. Etwa 45 000 Gäste und 180 000 Übernachtungen jährlich zählt der Park. Die Ortsgemeinde eröffnete 1968 an dieser Stelle einen Campingplatz. Als dann der niederländische Versicherer Ennia nach einer Möglichkeit suchte, seinen Mitarbeitern Ferien in der Eifel anzubieten, übernahm er die Anlage im Tal der Wirft und baute sie aus. Ennia fusionierte 1983 mit einem weiteren Versicherungsunternehmen zur Aegon; der Park wurde erneut umbenannt, nachdem er inzwischen auch andere Gäste aufnahm. Aegon verkaufte wiederum 1996 seinen touristischen Zweig an eine Investorengruppe, die das Geschäft unter dem Namen Landal Green Parks weiterführte. Zur Landal - mittlerweile Teil einer amerikanischen Holding - gehören laut eigenen Angaben europaweit 69 Parks, davon 48 in den Niederlanden. Dort ist man auf diesem Sektor der größte Anbieter. Die anderen Parks liegen in Deutschland, Belgien, Tschechien, Österreich und der Schweiz. Dort machen jährlich zwei Millionen Menschen, vorrangig Familien, Urlaub. Landal zählt etwa zehn Millionen Übernachtungen im Jahr. Das Unternehmen hat 2500 Mitarbeiter, der Jahresumsatz liegt bei etwa 300 Millionen Euro. fpl