Sensibler Umgang mit Gehörlosen

Sensibler Umgang mit Gehörlosen

Sensibel werden im Umgang mit Gehörlosen und Schwerhörigen. Das ist die Intention eines Seminars in Langsur-Mesenich am 11. Juni. Initiatorin Traudel Theisen vom Johannishof weiß, wie schnell Missverständnisse entstehen können. Sie ist selbst hochgradig schwerhörig.

Langsur-Mesenich. Es war eine Situation, die Traudel Theisen als "Schlüsselerlebnis" im Umgang mit Hörenden beschreibt: "Ich musste den Notarzt für meine Tochter rufen. Eine Kommunikation in solch einer Situation, in der ich als Mutter sehr aufgeregt war, erwies sich für mich als Schwerhörige als sehr schwierig." Zum Glück waren Familienangehörige da, die der dreifachen Mutter helfen konnten.
Vor diesem Hintergrund sei es ihr ein Herzensanliegen, ein Seminar der Technischen Hochschule Aachen nach Mesenich in den Raum Trier geholt zu haben, sagt Traudel Theisen. Es müsse im zwischenmenschlichen Bereich noch viel getan werden, damit das Zusammenleben, Zusammenarbeiten und Zusammenkommunizieren zwischen Hörenden und Hörgeschädigten erleichtert werden könne.
Zielgruppe des Seminars "Sensibilisierung im Umgang mit gehörlosen und hochgradig schwerhörigen Menschen, Kommunikation in Gebärdensprache" sind Bedienstete kommunaler Einrichtungen, Lehrer, Polizisten, Ärzte, Rettungsdienstler, Pflegedienstkräfte, aber auch Privatpersonen, die Kontakte mit Gehörlosen oder Schwerhörigen haben. Das Seminar gibt Einblicke in die Bedürfnisse dieser Menschen und zeigt, wie mit Hilfe einfacher Gebärden Kontakt ängste abgebaut werden können.
Termin: 11. Juni, ab 8 Uhr im Gemeindehaus Langsur-Mesenich. Dauer: neun Stunden. Kosten: 75 Euro inklusive Verpflegung. red
Anmeldungen noch bis 14. Mai an Traudel Theisen, Johannishof, 54308 Langsur-Mesenich, Telefonnummer 06501/923390 oder Internet: <%LINK auto="true" href="http://www.johannishof.eu" text="www.johannishof.eu" class="more"%>

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