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Freizeit
Freibad Trier-Nord: Doppelter Rekord zum Abschluss

Prima Stimmung zum Saisonausklang: Thomas Schmitt und Gabriele Pütsch freuen sich mit Stammgästen über den schönen Sommer.
Prima Stimmung zum Saisonausklang: Thomas Schmitt und Gabriele Pütsch freuen sich mit Stammgästen über den schönen Sommer. FOTO: Rainer Neubert
Trier-Nord. Eine Saison der Superlative endet im Freibad Trier-Nord am Sonntag. Am Mittwoch kamen noch einmal mehr als 1000 Gäste. Von Rainer Neubert
Rainer Neubert

Wenn Thomas Schmitt und seine Gäste sich etwas wünschen dürften, wäre die Antwort klar: „Noch einmal so ein Wetter wie in diesem Jahr.“ Der Betriebsleiter im Freibad Trier-Nord würde gerne noch länger begeisterte Schwimmer in dem Sportbad begrüßen. Am Sonntag muss aber Schluss sein. „Bei den nun sehr kühlen Nächten könnten wir eine angenehme Wassertemperatur einfach nicht mehr halten.“ 25 Grad sind die Schwimmer gewohnt, von denen viele täglich kommen. Bei zuletzt 23 Grad bekommen vor allem am Morgen selbst die Dauerkartenbesitzer kalte Füße.

Sechs Wochen Sommerferien mit schönem Wetter, täglich 800 bis 1400 Besucher, keine Badeunfälle, mehr verkaufte Saisonkarten als je zuvor. Es ist ein Jahr der Superlative für Schmitt und sein Team, das an jedem Tag mit fünf Leuten am Start ist. „Am 19. September hatten wir noch einmal 1034 Badegäste. Das gab es noch nie.“

Besonders geschätzt wird das Nordbad von den sportlichen Schwimmern. In keinem anderen Freibad der Region wird der Service von drei Sportbahnen geboten. „Das ist einfach grandios“, freut sich Engel Matthias Koch, der täglich in dem blauen Becken seine Bahnen zieht. „Manchmal komme ich sogar zweimal am Tag“, sagt der ambitionierte Schwimmer, der Events wie das Zwölf-Stunden-Schwimmen organisiert hat. „Diesen besonderen Service sollte es im kommenden Jahr unbedingt wieder geben.“

Echte Fans sind auch die Frühschwimmer, die oft in Gruppen und plaudernd das große Becken zur Bewegung nutzen. Eine Tasse Kaffee danach gehört für viele von ihnen zur familiären Atmosphäre. „Ich komme wirklich sehr gerne hierher“, sagt Vera Orth. Wenn sie von dem schönen Ausblick auf die roten Felsen am anderen Moselufer und vom warmen Wasser schwärmt, spricht sie auch den anderen Gästen aus der Seele. Schwimmmeister Thomas Schmitt ist stolz auf eine Postkarte, die sein Team bekommen hat. „Die Dame, die uns die geschickt hat, schwärmt vom Nordbad als Karibik von Trier.“

Zum Saisonausklang wollen sich die Stammkunden am Sonntag treffen. Dann ist im Nordbad Schluss bis voraussichtlich 1. Mai 2019. Für die Beschäftigten beginnt dann die zweite Jahreszeit. Nachdem das Bad winterfest gemacht ist, steht zunächst der Jahresurlaub an. Einige arbeiten dann beim Sportserviceteam der Stadt, das für die Pflege aller Sportanlagen zuständig ist. Thomas Schmitt hat im Winter sein Büro im Nordbad, wo er sich besonders um die Ausbildung der Azubis kümmert.