Mehr als ein vage Idee

DAUN. Neue Hoffnung für Kinofans in und um die Kreisstadt: Ein Kinobetreiber aus Süddeutschland plant, nach dem Abriss des Backstuw-Gebäudes in der Leopoldstraße einen Neubau mit vier Kinosälen zu errichten. Ein Bauantrag ist bereits eingereicht.

Was kaum noch für möglich gehalten wurde, scheint doch wahr zu werden: Voraussichtlich noch in diesem Jahr soll in Daun wieder ein Kino eröffnet werden. Standort des neuen Lichtspielhauses soll das Gebäude in der Leopoldstraße sein, in der die ehemalige Diskothek Backstuw und eine Pizzeria waren. Gebäude und Grundstück direkt neben dem Rathaus gehören der Verbandsgemeinde Daun.VG-eigenes Gebäude soll abgerissen werden

Anders als die nur vagen Kino-Projekte, die 1998 und 1999 in der Kreisstadt auf- und auch wieder abgetaucht waren, ist das aktuelle Vorhaben schon weit mehr als nur eine Idee. Zwischenzeitlich ist bereits ein Bauantrag bei der zuständigen Kreisverwaltung Daun eingereicht worden, wie Stadtbürgermeister Wolfgang Jenssen auf Anfrage des Trierischen Volksfreunds bestätigte. Laut Jenssen soll das VG-eigene Gebäude an den künftigen Kinobetreiber verkauft und dann abgerissen werden. Entstehen soll ein neues Haus mit vier Kinosälen, einem großen mit 176 Plätzen und drei kleineren mit etwa jeweils 100 Plätzen. Hinter dem Projekt steht wie schon 1999 der aus Daun stammende Lothar Busert, der in der Nähe von Darmstadt lebt und arbeitet. Betreiben soll das Kino die Alfred Speiser Kinobetriebe GmbH mit Sitz im baden-württembergischen Weinheim an der Bergstraße. Die Firma betreibt Kinos vor allem im süddeutschen Raum (Hessen, Baden-Württemberg). Standorte gibt es unter anderem in Heidelberg, Aalen, Bensheim, Nürtingen und auch einen in Leipzig. "Ein echter Profi", charakterisiert Lothar Busert den Unternehmer Speiser, der 16 Kinos betreibt: "Wenn er was anfängt, zieht er es auch durch."Eröffnung pünktlich zur "Hauptsaison"

Nach derzeitigem Stand soll das Kino schon im Herbst eröffnet werden, also in der "Hauptsaison" der Filmwirtschaft. Auch eine laut Busert "kleine" Gastronomie soll es in dem Neubau geben, die sich nach Aussage des Planers "mit dem in unmittelbaren Nachbarschaft befindlichen Imbiss ergänzt, also keine Konkurrenz darstellt."