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Neue Hürde fürs Parkdeck

Neue Hürde fürs Parkdeck

DAUN. Die Stadt Daun kommt mit ihrem Parkdeck-Projekt nicht auf Touren: Ein Einspruch gegen die bereits erteilte Baugenehmigung sorgt dafür, dass ein Termin für den Baubeginn wieder nicht in Sicht ist.

Die Befürworter des Parkdecks in der Dauner Innenstadt werden auf eine harte Probe gestellt: Erneut verzögert sich der Baubeginn, da ein Einspruch gegen die vor kurzem erteilte Baugenehmigung vorliegt. Stadtbürgermeister Wolfgang Jenssen (SPD) erklärte auf TV -Anfrage: "Es liegt ein Einspruch vor, der aber inhaltlich noch nicht begründet ist. Deshalb zögern wir noch mit der Ausschreibung, bis wir genauer wissen, auf was sich der Einspruch bezieht."Nach der ursprünglichen Planung sollte das Parkdeck schon Ende vergangenen Jahres zu nutzen sein, aber durch langwierige Verhandlungen mit Anliegern verzögerte sich der Startschuss für das Projekt.Da die Verhandlungen zu keinem Ergebnis führten, fiel im Juli im Stadtrat die Entscheidung, das Parkdeck an der Rosenbergstraße/Borngasse in verkleinerter Version zu bauen. Die zunächst vorgesehene Variante mit 158 Stellplätzen war nicht mehr zu realisieren, nun sollen es 126 Stellplätze werden. Die Kosten reduzieren sich von den geplanten 1,475 auf 1,19 Millionen Euro.Vorsichtig formuliert Jenssen die Prognose, wann es mit dem Bau losgehen könnte: "Der Gedanke, noch in diesem Jahr zu beginnen, ist nach wie vor da."Ein für die Stadt "durchlaufendes" Geschäft wird demnächst besiegelt: Der Dauner Notar Marius Fries kauft das Haus der Landwirtschaft. Dies wurde in nichtöffentlicher Sitzung im Stadtrat beschlossen.Laut Jenssen wird Fries die ehemalige Landwirtschaftsschule in der Rosenbergstraße komplett für seine Zwecke (beruflich und privat) nutzen. "Alles wird verkauft, bis auf kleine Parzellen, die wir für eigene Zwecke, den Bau des Parkdecks, brauchen", erklärte Jenssen. Der Stadtbürgermeister hatte zwar durchaus eigene Ideen, wie das noch dem Land gehörende Gebäude hätte genutzt werden können, aber dem schob die Kommunalaufsicht einen Riegel vor. "An deren Haltung hat sich mit Blick auf die finanzielle Situation der Stadt nichts geändert. Wir dürfen das Gebäude kaufen, müssen es aber gleich weiterverkaufen", berichtete Jenssen.