Ein Computer unter der Tastatur

Ein Computer unter der Tastatur

Surfen im Internet, in der Musiksammlung einen Song auswählen oder einen Brief schreiben: Solche Aufgaben lassen sich mit dem mobilen Eee Keyboard PC von Asus auch auf der Wohnzimmercouch sitzend am Fernseher erledigen. Der Trierische Volksfreund hat das Gerät getestet.

(mc) Wo früher Kabel notwendig waren, reicht heute ein quadratischer Adapter aus: Mittels einer gut funktionierenden Funkverbindung liefert der Eee Keyboard PC von Asus hochauflösende Bilder an den Fernseher oder Beamer — und das ist nicht das einzige Besondere am flachen Computer, der in einem hochwertigen Tastaturgehäuse steckt: Über einen seitlichen 5-Zoll-Touchbildschirm kann der User parallel zum Betrieb des vorinstallierten Windows XP spezielle Mini-Programme aufrufen. Nachrichten, Musik, Photos oder Videoclips können auf diesem Display oder einem angeschlossenen Fernseher oder Monitor abgespielt werden.

Ebenfalls gut gelöst: Das Touchpad ersetzt beim Betrieb an einem normalen Anzeigegerät die Computermaus, was an die Fingersteuerung von Smartphones erinnert.

Mit Mikrofon-, USB-, Bluetooth-, WLAN- und Ethernet-Anschlüssen stehen etliche Verbindungen zur Außenwelt bereit. Auch Lautsprecher sind integriert. Ein internes DVD-Laufwerk fehlt aber. Und der für Netbooks typische Prozessor (Intel Atom N270, Grafikchip Intel 945GSE) gerät beim Abspielen von Videos oder anderer rechenintensiver Aufgaben (Bildbearbeitung) teils gehörig ins Schwitzen. Surfen und Musik stellen für den Keyboard PC allerdings kein Problem dar. Daher lohnt ein Blick auf den PC, der im Handel für teilweise schon 299 Euro zu finden ist: Der Computer ist dank Touchpad eine mobile Multimediastation für das Wohnzimmer. Auf Anfrage hieß es allerdings, die offizielle Preisempfehlung betrage immer noch 559 Euro.

Alternativ lässt sich der Keyboard PC auch als Bürorechner nutzen, Windows XP erlaubt den Einsatz kommerzieller und freier Software.

Das Asus Eee Keyboard PC. Foto: Hersteller. Foto: Asus

Voll aufgeladen läuft der Akku nur etwa drei Stunden, danach muss der PC wieder ans Stromnetz. Offenbar ist hierfür der stromhungrige Funkadapter verantwortlich.

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