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Gransdorf will sich verschönern

Gransdorf will sich verschönern

Sie wollen, dass ihr Ort lebendiger wird, den Tourismus stärken und Zugezogene integrieren. Bei einem Informationsabend haben drei engagierte Arbeitsgruppen ihre Ergebnisse der Dorfmoderation im Gemeindehaus in Gransdorf vorgestellt.

Gransdorf. "Gransdorf lohnt sich", betonte Roswitha Bitzigeio vom Büro Plan-Lenz, "weil die Bevölkerung die Probleme selber anpackt". Die Planerin begleitet die Dorfmoderation, die vor fast genau einem Jahr mit der Gründung von drei Arbeitsgruppen begann. Dabei haben viele engagierte Menschen aus Gransdorf ihren Ort in der Verbandsgemeinde Kyllburg genau unter die Lupe genommen und Vorschläge zu einer Verbesserung und Zukunft des gesamten Ortsbildes erarbeitet. Nun wurden die Ergebnisse vorgestellt. Erstes Ziel: eine lebendige Ortsmitte zu schaffen, die massiven Leerstände mit Leben zu füllen und die Kommunikation zu fördern. Das soll teils mit Abrissen alter Gebäude geschehen, an deren Stelle Grünflächen angelegt werden sollen oder Neubauten entstehen könnten. Ein Dorfladen mit angrenzender neuer Buswartehalle sowie ein Fußweg vom Dorfplatz bis zur Oberkailerstraße ist ebenso denkbar. "Denn bei derzeit 328 Einwohnern gibt es seit 1985 einen Bevölkerungsrückgang von 40 Personen", erklärt Bitzigeio. Allerdings gebe es eine gute Altersstruktur durch die Gruppe der 20- bis 49-Jährigen, die gemeinsam mit den unter 19-Jährigen weit mehr als die Hälfte der Dorfbevölkerung ausmachen. Um zu verhindern, dass die Leute aus dem Dorf weggehen, soll auch die Dorfgemeinschaft gefördert werden und die Integration von Amerikanern und Neubürgern im Vordergrund stehen. Vorschlag dazu: Hobby-Ausstellung von Gransdorfer Bürgern, "Welcome-Abende" für Amerikaner - um behördliche Auflagen wie zum Beispiel die Mülltrennung zu verstehen - oder auch auf einem Flyer die wichtigsten Sprachgewohnheiten des Gransdorfer Platts in Flämisch und Englisch zu verfassen. Und auch die Touristen eine bleibende Erinnerung mit nach Hause nehmen. Deshalb haben sich die Gransdorfer für einen bestehenden Wanderweg den Namen "Apolloniaweg" und eine neue Gestaltung des Dorfrundwegs ausgedacht. Ebenso soll der Wanderweg von Hof Eulendorf bis zur Ackerbauscheune als Geschichts- und Handwerkerweg deklariert und mit Elementen wie alten Traktorsitzen oder Heuwendern gestaltet werden. Auch Sportmöglichkeiten entlang der Wanderwege sowie ein Pfadfindercamp an der Grillhütte sollen den Ort aufwerten. Vereine, Gastronomen und Beherbergunsgbetriebe sollen gemeinsame Werbeaktionen starten, damit alle sagen können: "Gransdorf lohnt sich". lyv