Tschüss Südeifel – willkommen Eifel!

Tschüss Südeifel – willkommen Eifel!

ÜBEREISENBACH. (cus) Mit etwas Wehmut haben die Ballonfreunde Eifel ihren Ballon "Natürlich Süd-Eifel" ausgemustert. Der Nachfolger mit dem typischen Eifel-e hat sich bereits bewährt.

"Wir haben geahnt, dass wir bald Abschied nehmen müssen. Jetzt, wo es soweit ist, kommt doch ein bisschen Wehmut auf", sagt Ulrike Schmidt aus Übereisenbach (Verbandsgemeinde Neuerburg) zur Ausmusterung des Ballons "Natürlich Südeifel". Seine Jungfernfahrt war genau vor elf Jahren beim Dorffest in Übereisenbach. Dort ging er unter Klängen des Musikvereins Rodershausen zum ersten Mal in die Luft. "Wir konnten damals noch nicht ahnen, wie viel Freude und Freunde uns unser erster Ballon bringen würde", erinnert sich Ulrike Schmidt, deren Mann Friedel Pilot und Vorsitzender des Vereins Ballonfreunde Eifel ist. "Jedes Mal, wenn er in die Lüfte schwebte, ging mir als Verfolgerin am Boden das Herz über das schöne Logo auf. Auch hörten wir immer wieder, wie schön der Ballon doch sei." In der Süd-Eifel selbst kennen viele Bewohner den Anblick des Ballons, wenn er an lauen Abenden am Himmel schwebte. Viele fuhren auch schon selbst mit. Die Ballonfreunde Eifel fuhren mit dem Prachtexemplar unter anderem zu Ballontreffen nach Warstein, Eitorf, in die Steiermark und ins italienische Todi/Umbrien. In 3000 Metern Höhe ging es über die schneebedeckten Berge der Alpen, bei Sonnenaufgang über das Chianti-Gebiet. "Oft wurden wir gefragt, wo denn die schöne Landschaft liegt, die auf der Ballonhülle zu sehen war. Sicherlich war unser Ballon ein guter Botschafter der Eifel", berichtet Schmidt. Die Freundschaften im Verein Ballonfreunde Eifel existieren weiter. Als Nachfolger tauften die Mitglieder bereits im Oktober 2004 einen Eifel-Ballon, gesponsort aus dem Wettbewerb "Regionen aktiv - Land gestaltet Zukunft" (der TV berichtete). Auf der Hülle steht auch die Internet-Adresse www.eifel-qualitaet.de. Ein letzter großer Auftritt blieb dem Süd-Eifel-Ballon unterdessen verwehrt. Beim 106. Deutschen Wandertag in Prüm sollte er mit seinem Nachfolger am Rand des Festumzugs stehen. Der starke Wind machte diesen Traum aber zunichte.

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