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Mehrgenerationenhaus der Caritas: Förderung für drei Jahre gesichert

Um das Wohl von Besuchern wie Erna Hollmann (links), Ingeborg Brakemeier (Dritte von links) und Anna Maria Nebel (rechts) sorgen sich in dem von Monika Neumann (Zweite von rechts) geleiteten MGH Ehrenamtliche wie Helga Jendryschick (Zweite von links) und Petra Clemens (Dritte von rechts). TV-Foto: Brigitte Bettscheider
Um das Wohl von Besuchern wie Erna Hollmann (links), Ingeborg Brakemeier (Dritte von links) und Anna Maria Nebel (rechts) sorgen sich in dem von Monika Neumann (Zweite von rechts) geleiteten MGH Ehrenamtliche wie Helga Jendryschick (Zweite von links) und Petra Clemens (Dritte von rechts). TV-Foto: Brigitte Bettscheider
Gerolstein. Das Mehrgenerationenhaus (MGH) des Caritasverbands Westeifel im Seniorenzentrum St. Josef besteht seit vier Jahren. Monika Neumann erstellte seinerzeit das Konzept, sie leitet das Haus und gibt den ehrenamtlichen Mitarbeitern Impulse und Unterstützung. Seit dem 1. Januar 2012 läuft das drei Jahre dauernde Folgeprogramm; danach endet die Förderung.

Gerolstein. Montagnachmittag im Mehrgenerationenhaus in Gerolstein. Im Walfrieda-Saal trifft sich die Parkinson-Selbsthilfegruppe. In der Raderstube hält der Seniorenbeirat der Stadt Gerolstein Sitzung, außerdem ist offener Kaffeetreff für Einheimische und Auswärtige. "Heute gibt es wieder leckeren Nebelkuchen", sagt die MGH-Leiterin Monika Neumann mit einem Augenzwinkern dem TV. Sie erklärt, dass die Torten nach Anna Maria Nebel aus Gerolstein so genannt werden. Liefert doch die 87-Jährige Woche für Woche den Kuchen für den Kaffeetreff. "Ich backe immer noch leidenschaftlich gerne", erzählt sie, "und so bleibe ich wenigstens in der Übung."
Im Service sind an diesem Montagnachmittag Petra Clemens und Helga Jendryschick tätig - ehrenamtlich wie die meisten im MGH Gerolstein.
"Die Ehrenamtlichkeit ist eine wesentliche Säule im MGH-Konzept", erklärt Monika Neumann. Sie selbst begleite, unterstütze und gebe Impulse. "Die Einrichtung lebt von den Menschen, die es nutzen, und von ihren Ideen, Wünschen und Vorschlägen", sagt sie.
Viele Kooperationspartner


Dass dabei der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind, bestätigt der Blick auf den aktuellen Wochenplan. Darauf stehen Orientierungs- und Selbstverteidigungskurse für Frauen, Sprachtreff für niederländische Neubürger, Spaghettiessen, Übungs- und Sprechstunde der "Computermäuse", Osteoporose- und Seniorengymnastik, Diätgruppe, Krabbel- und Spielgruppen, Quiltgruppe, Nähkurs, Betreuungsgruppe "Kaffeemühle", Gesprächskreis für pflegende Angehörige. Auch die Liste der Kooperationspartner ist lang, darunter Deutsches Rotes Kreuz, Katholische Erwachsenengymnastik, Weight Watchers, Rheumaliga, Volkshochschule.
Club der Computermäuse


"Mich ärgert, dass es immer noch Leute gibt, die meinen, in Gerolstein sei nichts los", erklärt Petra Clemens, die seit der Gründung des MGH im Januar 2008 mit von der Partie und von der Einrichtung überzeugt ist. Auch Friedel Bachem kennt das MGH von Anfang an.
Der Rentner lebt in der Nachbarschaft und gehört zum Club der "Computermäuse".
Das Haus habe sich sehr gut entwickelt, meint er. "Es findet immer mehr Anklang."
Monika Neumann beschreibt eine Forderung der fördernden Stellen. Die im Rahmen einer Aktion des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ins Leben gerufenen Einrichtungen sollen sich als Anlaufstelle für alle Generationen während des Folgeprogramms (siehe Extra) unverzichtbar machen. bb

Extra

Von den ursprünglich 500 geförderten Einrichtungen in ganz Deutschland sind zu Jahresbeginn rund 400 ins Folgeprogramm aufgenommen worden, darunter das MGH Gerolstein. Weitere 50 sind neu an den Start gegangen. Jedes MGH wird pro Jahr mit 30.000 Euro aus EU- und Bundesmitteln sowie mit 5.000 Euro aus Landesmitteln gefördert. Anstelle eines unmittelbaren Zuschusses in Höhe von 5.000 Euro von der Standortgemeinde nutzt das MGH Gerolstein das Gebäude unentgeltlich (sogenannte geldwerte Leistung). Am 31. Dezember 2014 läuft die Förderung aus. Kontakt und Informationen: MGH - Haus der Familie im Betreuungszentrum St. Josef, Raderstraße 9, 54568 Gerolstein, Telefon 06591/7003, E-Mail: m.neumann@gerolstein.caritas-westeifel.de. bb