Eine Oase für Beurig

Der alte Klostergarten der Wallfahrtskirche St. Marien in Beurig wird in eine Begegnungstätte verwandelt. Was sich 2018 im unmittelbaren Umfeld des Stadtteilzentrums tun wird, erklärt die Kirchengemeinde im Gespräch mit dem TV.

Saarburg-Beurig In den vergangenen Jahren hat sich viel getan im Saarburger Stadtteil Beurig. Die politisch Verantwortlichen um Bürgermeister Jürgen Dixius haben erkannt, dass der Stadtteil jenseits der Saar eine nachhaltige Entwicklungsperspektive braucht und entsprechend gehandelt.
Als weiterer Mosaikstein der Entwicklung steht nun das Projekt "Begegnungsstätte Klostergarten" an, für das bereits im Frühjahr aus den Fördertöpfen des Leader-Programmes 110 000 Euro genehmigt wurden. Mit dem Leader-Programm unterstützt die Europäische Union Projekte zur Entwicklung des ländlichen Raumes. Die Differenz zu den geplanten Gesamtkosten von rund 200 000 Euro trägt die Kirchengemeinde selbst.
Sie will nach eigenen Angaben den kleinen Park hinter der Marienkirche zu sanieren und eine offene, luftige "Begegnungsstätte, aber auch einen Platz der Ruhe und des Innehaltens für Besucher und Pilger" schaffen. Die traditionelle Marienwallfahrt Anfang Juli mit zahlreichen Pilgern soll bald dort stattfinden. Gleichzeitig sollen aber auch die Bewohner und Besucher von Beurig dort ihre Oase finden. Viel Zeit hat der Verwaltungsrat der Gemeinde um Michael Becker und Erwin Ollinger in die Planung und Formalitäten der Beantragung investiert. 2018 wollen sie Nägel mit Köpfen machen. Die Erlöse aus der Wallfahrt ermöglichen das.
Die Pläne des Büros BGH-Plan in Trier zeigen eine luftige, teils begrünte Fläche mit Stahltreppen, Rasen, Büschen, Bänken sowie einem großen Blauglockenbaum in der Mitte. Das Gelände fällt zur Saar-Seite hin leicht ab. Die drei Garagen, die dort stehen, werden abgerissen, dadurch gewinnt das Gelände an Weite. Auch der darunter liegende, alte Ochsenbrunnen soll - allerdings mit Mitteln der Stadt Saarburg - für knapp 60 000 Euro saniert werden. Die Mauer zur Straßenseite hin wird saniert, ein alter Walnussbaum auf dem darüber liegenden Absatz bleibt erhalten. Die Wege am Rand des Geländes werden gepflastert. Außerdem sind Wegedecken geplant, die wasserdurchlässig sind. Im Sinne der Inklusion ist das Gelände für Rollstuhlfahrer barrierefrei. Der alte Weiher - einst eine potenzielle Gefahrenquelle für spielende Kinder - wird zugeschüttet und von dem umliegenden, wild wachsenden Gestrüpp befreit. Der Zeitplan ist ambitioniert: Die Arbeiten sollen schon 2018 stattfinden, damit 2019 das Pfarrfest und die Marientracht einen würdigen Rahmen haben, hoffen Michael Becker und Erwin Ollinger.

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