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Hereinspaziert in Wittlichs älteste Immobilie

 Hat schon einige Jahrhunderte auf dem Buckel und wird nun saniert: das Burgtürmchen, das direkt am Zugang zur Altstadt liegt und ein Wahrzeichen der Stadt Wittlich ist. TV-Foto: Klaus Kimmling
Hat schon einige Jahrhunderte auf dem Buckel und wird nun saniert: das Burgtürmchen, das direkt am Zugang zur Altstadt liegt und ein Wahrzeichen der Stadt Wittlich ist. TV-Foto: Klaus Kimmling FOTO: klaus kimmling (m_wil )
Wittlich. Das Wittlicher Altertü(r)mchen wird bald 700 Jahre. Das kleine Gebäude gehört zum besonderen architektonischen Gesicht der Stadt. Und das muss gepflegt werden. Aktuell investiert die Stadt 33 500 Euro in den besseren Erhalt des Originals aus Stein. Anschließend soll es bei Interesse zugänglich gemacht werden.

Wittlich. Sie nennen es "Burgtürmchen" oder schlicht "Türmchen". Bekannterweise machen "-chen" und "-lein" die Dinge klein und deshalb passt der Name für Wittlichs ältestes Gebäude auch. Es steht als Erinnerung an die Ursprünge der Stadtgeschichte am Ende der Burgstraße. Davor krümmt sich die viel befahrene Kurfürstenstraße fast rechtwinklig in Richtung Friedrichstraße.
Stolze 700 Jahre


So kennt fast jeder in der Säubrennerstadt dieses architektonische Wahrzeichen Wittlichs mit seinem buckeligen Dach, dem Fensterpaar mit den alten Läden, dem an die Fassade geschmiegten Kreuz und dem klitzekleinen halbrunden Gärtchen zu Fuße des Häuschens. Weitaus nüchterner wird es in der Liste der Kulturdenkmäler im Landkreis Bernkastel-Wittlich geführt: "Burgstraße 57, ,Burgtor', Rest der Stadtbefestigung von 1317, Putzbau mit barocker Haube, Pieta-Relief wohl 17. Jahrhundert, Schaftkreuz, 1703, wohl aus der Werkstatt Gebrüder Wolff" steht da. Immerhin könnte das Türmchen also im kommenden Jahr stolze 700 Jahre feiern.
Da lohnt sich eine Rundumpflege. Aktuell ist das Gebäude abgesperrt und im Sockel durchziehen fingerdicke Bohrlöcher das Gemäuer. Auf die Frage, was genau am Türmchen gemacht wird, sagt Jan Mußweiler, Pressesprecher der Stadtverwaltung: "Gegenwärtig werden vertikale und horizontale Abdichtungsarbeiten mit Sperrputz und Paraffinwachs durchgeführt. Anschließend werden die Holzfenster ausgetauscht und im Anschluss daran die Außen- und Innenwandflächen neu gestrichen." Die Arbeiten seien mit der Denkmalpflege abgestimmt und denkmalrechtlich genehmigt und sollen Mitte Mai abgeschlossen sein. Dabei wird auch innen etwas getan. Dazu sagt Jan Mußweiler: "Im Innenbereich werden die Küchenmöbel und die WC-Anlage demontiert und Teile der Holzböden abgeschliffen und neu versiegelt." Summa summarum soll das rund 33 500 Euro kosten. sos

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