Spangdahlem: Minister „vorsichtig optimistisch“

Spangdahlem: Minister „vorsichtig optimistisch“

Das US-Militär steht vor tiefen Einschnitten, die sich auch auf Spangdahlem auswirken könnten. Innenminister Lewentz äußerte sich nach einer USA-Reise „vorsichtig optimistisch“ zur Zukunft der Air Base. Das Pentagon will den Standort erhalten. Entscheidend ist jedoch, wie sich die politische Stimmung entwickelt.

Ein letztes Mal haben die "Warzenschweine" diese Woche über Deutschland trainiert. Schon am Freitag werden die letzten vier in Spangdahlem verbliebenen Kampfflugzeuge des Typs A-10 die Eifel verlassen. Richtung Georgia, USA. Nach 20 Jahren in der Eifel. Wahrscheinlich für immer. Während Friedensaktivisten sich wünschen würden, dass die übrig bleibende F.16-Staffel gleich hinterherfliegt, sind andere in Sorge um den Stützpunkt. Machen sich die Sparpläne der US-Regierung doch jetzt schon in der Eifel bemerkbar, wo US-Zivilangestellte in Kurzarbeit geschickt wurden (der TV berichtete).

Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) ist gestern aus den Staaten zurückgekehrt, wo er mit Vertretern der Air Force sowie mit Sicherheitsberatern von Präsident Barack Obama über mögliche Folgen der Einsparungen für die rheinland-pfälzischen US-Standorte gesprochen hat. Und er kommt dabei - wie er in Mainz mitteilte - zu folgendem Ergebnis: Ramstein, Weilerbach und den US-Standort Kaiserslautern hält er für sicher. Auch das 990 Millionen Dollar (rund 762 Mio Euro) teure Militärhospital bei Weilerbach nahe Ramstein solle wie geplant gebaut werden. Etwas zurückhaltender äußerte sich der Minister zu Spangdahlem und Baumholder. Diese Standorte würden von US-Militärvertretern sehr geschätzt. Spangdahlem hätten sie als weltweit besten Flugplatz für Jagdflieger bezeichnet. Es werde militärisch benötigt, gerade auch im Verbund mit Ramstein, sei hervorragend ausgestattet und verfüge über eine große Akzeptanz. Es bleibe aber abzuwarten, wie sich der "politische Verteilungskampf" jenseits des Atlantiks entwickele. Er sei "vorsichtig optimistisch".

Im Herbst wolle das Pentagon die "Zielgrößen" für eine Truppenreduzierung festlegen. Politiker in den USA versuchten, Schließungen von Standorten in ihren Regionen zu verhindern. "Es kann sein, dass dann auf Deutschland gezeigt wird", sagte der Minister. Daher will Lewentz im Herbst ein weiters Mal nach Washington reisen. Dann stehen Treffen mit Senatoren und Kongressabgeordneten auf dem Programm. kah/dpa

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