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Schläger in Jugendhilfeeinrichtung – Opfer noch auf Intensivstation

Schläger in Jugendhilfeeinrichtung – Opfer noch auf Intensivstation

Der 13-jährige Junge, der am Mittwochnachmittag einen Obdachlosen in Trier-West verprügelt und schwer verletzt hat, ist seit heute in einer Jugendhilfeeinrichtung. Später soll außerdem ein jugendpsychiatrisches Gutachten erstellt werden. Das Opfer liegt offenbar zurzeit noch auf der Intensivstation.

(pwr) Auf Antrag der Mutter hat das Jugendamt Trier den 13-Jährigen in die Obhut einer Jugendhilfeeinrichtung übergeben. Dort soll der mehrfach wegen Gewaltdelikten auffällige, aber strafunmündige Täter rund um die Uhr eine psychologische Betreuung erhalten. Danach soll er in einer Jugendpsychiatrie aufgenommen werden, um eine abschließende Diagnose zu erhalten. Das teilte Dorothee Wasssermann vom Jugendamt der Stadt Trier mit.

„Der Junge leidet unter einer enormen Belastung nach der Bewusstwerdung der Geschehnisse. Nicht zuletzt durch den Druck des sozialen Umfelds und des Medieninteresses. Er verhält sich im Moment absolut altersgerecht“. Die Mutter des Jungen habe das Vorgehen des Jugendamts unterstützt und stand auch ihrem Sohn nach der Tat beiseite.

Durch die Betreuung in der Jugendhilfeeinrichtung soll der Täter zudem eine „räumliche Distanz“ zum Geschehen entwickeln. Er lebe unter „schweren Bedingungen“ in Trier-West, einen direkten Zusammenhang zwischen Lebensumfeld und Tat sieht Wassermann aber nicht. „Wir wissen einfach noch nicht was in dem Jungen vorgeht.“

Weitere Aufklärung sollen die Gespräche während der psychologischen Betreuung und die anschließende psychiatrische Diagnose bringen. Das Opfer, ein 54-jähriger Obdachloser, befindet sich zurzeit noch auf der Intensivstation, soll aber nach unbestätigten Aussagen bald auf Station weiterbehandelt werden.

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