Auch in den Schulen präsent

Die Stefan-Andres-Gesellschaft blickt bei ihrer Jahreshauptversammlung auf erfolgreiche Projekte zurück.

Trier/Schweich (L) Die erfolgreiche Kooperation mit dem Stefan-Andres-Gymnasium Schweich und dem Auguste-Viktoria-Gymnasium Trier hat im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Stefan-Andres-Gesellschaft (StAG) im Schweicher Kulturzentrum Niederprümer Hof gestanden.
In Anwesenheit von Irene Maria Röhrscheid-Andres, der jüngsten Tochter des Schriftstellers Stefan Andres, würdigte StAG-Präsident Wolfgang Keil das große Engagement der Pädagogen, die ihren Schülern seit Jahren das Werk des aus dem Dhrontal stammenden Romanciers vermitteln. So gab es auch in diesem Jahr unter der Federführung von Astrid Geißler am Stefan-Andres-Gymnasium Schweich wieder eine Schreibwerkstatt für Jugendliche der Jahrgangsstufen 5 bis 9. In ihrer Auseinandersetzung mit der Andres-Lektüre "Die beiden Pharaonen" wurden die Jugendlichen noch von der Schriftstellerin Frauke Birtsch unterstützt, die mit wertvollen Tipps die Kreativität der Schüler zu fördern wusste. Der Neuntklässler Lukas Prümm, einer der StAG-Preisträger, erntete bei der Präsentation seines Werks wohlwollenden Applaus für sein Schreibtalent.
Ina Braun-Yousefi vom Auguste-Viktoria-Gymnasium Trier wagte sich mit einer achten Klasse in diesem Jahr an die Andres-Novelle "Der Abbruch ins Dunkle". Bei einer ihrer literarischen Recherchen entdeckte Ina Braun-Yousefi zudem deutliche Parallelen zwischen Clara Viebig und Stefan Andres. So weist beispielsweise die Hauptfigur aus Viebigs "Brummelstein" große Ähnlichkeit mit der "Buff Kätt" aus Andres' "Der Abbruch ins Dunkle" auf.
Wolfgang Keil erinnerte noch einmal an den literarischen Spaziergang durch Trier, bei dem die Stadt aus der Perspektive von Stefan Andres beleuchtet wurde. Der Schriftsteller, der in vielen seiner bekannten Werke seine Liebe zur Stadt Trier bekennt, die er seine Roma secunda nennt, hat die Stadt umfänglich literarisch verarbeitet, beispielsweise in dem Roman "Die Hochzeit der Feinde". Das Heft Nummer 6 in der "Schriftenreihe der StAG" ist im Übrigen ganz der Hinwendung des Schriftstellers, Essayisten und Briefeschreibers Stefan Andres zu seinem "lieben, alten Trier" gewidmet.
Traditionsgemäß lädt die Stefan-Andres-Gesellschaft, die unter anderem auch eine enge Kooperation mit dem Seniorenheim St. Martin pflegt, im November wieder zu ihrem geselligen Abend ein, der unter dem Motto"Literatur und Weinkultur" steht. Mitglieder der Gesellschaft werden dabei wieder als Rezitatoren Texte von Stefan Andres vortragen und an den berühmten Schriftsteller aus der Region erinnern.

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