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Gemeinde Ralingen will Einnahmen aus Windkraft

Gemeinde Ralingen will Einnahmen aus Windkraft

Gibt es im zweiten Anlauf Windräder auf der Ralinger Gemarkung "Kortbüsch"? Die Grünen und Ralinger Ratsmitglieder stellten einen Antrag im Verbandsgemeinderat auf Änderung des Flächennutzungsplans und stießen auf offene Ohren.

Kordel/Ralingen. (alf) Die Gemeinde Ralingen möchte im Distrikt "Kortbüsch/Leffelborn" (Höhe Edingen in Richtung Olk) eine Fläche für Windkraft ausweisen. In der jüngsten Sitzung des Verbandsgemeinderats in Kordel beantragte die Fraktion der Grünen zusammen mit den Ralinger Verbandsgemeinderats-Mitgliedern Oswald Disch, Volker Barth (beide CDU) und Hans-Ulrich Klucken (Freie Wähler) die Fortschreibung des Flächennutzungsplans der Verbandsgemeinde (VG). Die Eintragung als Windkraftfläche ist Voraussetzung zur Genehmigung von Windrädern.

Antragstellerin Maria Koller-Corban von den Grünen betonte, dass bereits bei der Aufstellung des Raumordnungsplans 2002 die Errichtung von Windrädern im Bereich Kortbüsch positiv bewertet worden sei. Zu einer Ablehnung habe lediglich die Absicht von "Gips Engel" geführt, dort Rohstoffe abzubauen. Die Abbaupläne der Firma hätten sich mittlerweile geändert, womit dieser Ablehnungsgrund nicht mehr gegeben sei. Ratsmitglied Oswald Disch, der auch Ortsbürgermeister von Ralingen ist, machte darauf aufmerksam, dass sich die Flächen im Eigentum der Gemeinde befinden. Diese sei von der Kommunalaufsicht aufgefordert worden, ihre Einnahmemöglichkeiten auszuschöpfen. Disch: "Dem würden wir nachkommen, denn die Einnahmen aus der Windkraft entlasten unseren Haushalt."

Auf Anregung von Bürgermeister Wolfgang Reiland beschloss das Gremium einstimmig, die Angelegenheit an die Ausschüsse zu delegieren. Ferner soll mit allen Trier-Land-Gemeinden, die potenzielle Windkraft-Flächen haben, gesprochen werden. Laut Reiland gehe der Vorstoß in die richtige Richtung, allerdings müsse der Verfahrensweg eingehalten und über Eckpunkte wie Abstände, Naturschutz und Baugebietszonen beraten werden. Er sagte zu, dass der Punkt im Januar im Bauausschuss und Anfang Februar im Haupt- und Finanzausschuss behandelt wird.