Unverantwortlich

Zur Wahl der Baudezernentin diese Zuschrift:

Man wundert sich kaum noch, dass auch diesmal die Pessimisten Recht behalten. Wer erwartet wirklich noch Einsicht oder Respekt vor dem Wählerwillen? Schon die Abstimmung über den Handwerkerpark ließ ahnen, wohin die Reise geht. Das jetzige Verhalten der CDU ist jedoch unglaublich. Da wurde man im Januar noch von den Grünen gelobt, weil man ausschließlich die fachliche Qualifikation eines Bewerbers zum Entscheidungskriterium erklärte und der "Entpolitisierung des Stadtvorstands" das Wort redete. Nun erlebt der erstaunte Bürger das genaue Gegenteil der damaligen Beteuerungen. Die UBM, die seit ihrer Gründung immer wieder bei wichtigen Entscheidungen den Steigbügelhalter der CDU spielte, ist auch diesmal hilfreich zur Stelle. Wie lange noch lässt sich diese "unabhängige Bewegung" durch den wohl unversöhnlichen Zorn ihres Gründers auf die alten Genossen bei ihren Entscheidungen leiten? Den guten Ruf, den sie sich in den einzelnen Ortsteilen aufbaut, verspielt sie dabei regelmäßig auf Stadtebene. Dieses Verhalten haben der neue Oberbürgermeister, die Stadt und die Bürger, die sich überdeutlich für einen neuen Politikstil und für einen Neubeginn in Trier ausgesprochen haben, nicht verdient. Die Wählerinnen und Wähler haben sich bei der Abstimmung über den neuen Oberbürgermeister als außerordentlich mündig gezeigt. Daher ist zu hoffen, dass TV-Redakteur Jörg Pistorius mit seiner Aussage "Die Rechnung kommt 2009" (Kommunalwahlen) Recht behält. Leider wird uns dieses "weiter so" bis dahin einen politischen Stillstand in Trier bescheren. Hans-Jürgen Wirtz, Trier