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Zweiter Kindergarten für Föhren

Zweiter Kindergarten für Föhren

In spätestens zwei Jahren bekommt die Kita in Föhren Platzprobleme. Fest steht, dass zwei zusätzliche Gruppen (dann neun) nötig sein werden. Doch auf einen Standort konnte sich der Gemeinderat noch nicht einigen.

Föhren. 15 Gemeinden im Kreis haben Engpässe bei den Kita-Plätzen, darunter auch Föhren. Der Meulenwaldort wächst stetig. Das Baugebiet Reilsheck ist erst wenige Jahre alt, und schon steht mit "In der Acht" das nächste Baugebiet vor der Erschließung. Die Zuzüge, darunter sind auch viele Familien mit Kindern, bringen die Kita an ihre Kapazitätsgrenze. Derzeit werden 145 Kinder betreut, 90 Ganztagesplätze sind belegt.
Jugendamt favorisiert Neubau


Nach mehreren Begehungen, an denen auch das Kreisjugendamt und der Träger, die Katholische Kita gGmbH Trier, teilgenommen haben, besteht Einigkeit bezüglich einer Erweiterung um zwei Gruppen. Das sieht auch der Gemeinderat Föhren so, doch gibt es zwischen den Fraktionen Differenzen über den geeigneten Standort. Um hier Klarheit zu schaffen, beschloss die Ratsmehrheit, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Geklärt werden soll zunächst, ob es am aktuellen Standort Kita/Jugendheim Erweiterungspotenzial gibt. Voraussetzung ist jedoch, dass die Kirchengemeinde einem Ausbau zustimmt.
Das Kreisjugendamt ist gegen einen Ausbau der bestehenden Einrichtung, weil gewisse betriebliche Standards und Brandschutzauflagen nicht erfüllt seien. Außerdem sei das Außengelände am Föhrenbach für noch mehr Kinder zu klein. Die Behörde favorisiert einen Neubau an anderer Stelle.
Nach Mitteilung von Ortsbürgermeisterin Rosi Radant soll auch ein Ausbau der ehemaligen Dorfschule am Bürger- und Vereinshaus in der Machbarkeitsstudie untersucht werden. Allerdings rate Stadtplaner Friedrich Hachenberg vom Büro Stadt-Land-plus von einer Nutzung als Kita ab, weil dies mit anderen Plänen für eine Entwicklung des Klosterbereichs nicht vereinbar sei. Auch könnten durch einen Teilausbau mögliche Zuschüsse für spätere Vorhaben verwirkt werden. Falls sich der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung (Dienstag, 7. Juni, 20 Uhr, Gasthaus Tschepe) für einen Kita-Neubau entschließen sollte, stellt sich auch hier die Standortfrage. Mehrere gemeindeeigene Grundstücke kämen infrage. Aus Kostengründen und weil es schnell gehen muss - spätestens im Sommer 2017 sollen die neuen Plätze bereitstehen - würde sich eine Holzmodulbauweise anbieten, sagt die Ortsbürgermeisterin. Der kirchliche Träger habe sich bereiterklärt, auch bei dem neuen Kindergarten die Betriebsträgerschaft zu übernehmen.
Mit einem einstimmigen Satzungsbeschluss ebnete der Rat den Weg zum Baugebiet "In der Acht". Dort sollen mehr als 100 Baustellen entstehen. Südlich des neuen Baugebiets, an der Straße nach Bekond, ist die Ansiedlung eines Rewe-Markts geplant (der TV berichtete). In einem Einzelhandelskonzept musste die Gemeinde den Nachweis erbringen, dass der Vollsortimenter der Daseinsvorsorge im Ort dient und damit seine Berechtigung hat - auch unter Berücksichtigung bestehender Geschäfte im Ort und in den Nachbargemeinden. Im neuen Raumordnungsplan soll Föhren zusammen mit Hetzerath als kooperierendes Grundzentrum eingestuft werden.