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Ball der Nationen: Trierer Europahalle im Zeichen der Trikolore

FOTO: Dorothee Quaré
Trier. „La France dance“ – ganz im Zeichen der Trikolore hat ein Abend in der Europahalle gestanden. Auf dem 12. Trierer Ball der Nationen ist mit Chansons, Tänzen, Wein und Spezialitäten französische Lebensfreude vermittelt worden. Dorothee Quaré

Mit keltischer Musik aus der Bretagne und Chansons von George Brassens werden die Besucher des 12. Trierer Balls der Nationen im Foyer der Europahalle empfangen: Barde Walter "Woltähr" Liederschmitt, Uwe Heil und Thiago Oliveira spielen zur Einstimmung auf. Das Nachbarland Frankreich gibt dieses Jahr das Motto des Balls vor. Auf dem großen Plakat prangen Tanzpaare in den französischen Nationalfarben Blau, Weiß und Rot. Frankreich - dies bedeutet weltberühmte Chansons, sensibel interpretiert von der Sängerin Florence Absolu, die begleitet wird von Helmut "Daisy" Becker und Momo Rippinger. Dies bedeutet ebenso berühmte Weine; kulinarisch kann man an diesem Abend etwa zwischen französischer Zwiebelsuppe, Pariser Baguette, Elsässer Flammkuchen und Coq au vin (Hühnchen in Rotwein) wählen.

Zur Einstimmung spielt die Six Telekurs Big Band unter Leitung von Claude Sinner auf, eine Formation aus dem luxemburgischen Heffingen. Zu ihrer variationsreichen Musik soll sich im Laufe des Abends bis weit nach Mitternacht immer wieder die Fläche vor der Bühne mit tanzbegeisterten Paaren füllen. Eine Überraschung erwartet die Besucher des Balls: Sechs Tänzerinnen - kostümiert in den Farben der Trikolore - unter Leitung von Reveriano Camil schmeißen ihre Beine und schwingen die Röcke zu einem rasanten Cancan. Die rund 500 Gäste spenden begeisterten Applaus, ebenso für die Tänzerinnen der Ballettschule Birgit Müller, die "Valse la Bayadère" und "Polka française" präsentieren.

Zehn deutsch-internationale Gesellschaften der Großregion Trier, Luxemburg, Saarland und Lothringen haben den 12. Trierer Ball der Nationen gemeinsam auf die Beine gestellt. Er sei ein "Plädoyer für eine nachbarschaftliche Festkultur", sagt Anton Wyrobisch, erster Vorsitzender der Deutsch-Polnischen Gesellschaft, der durch den Abend führt. Schirmherr ist Dominique Gros, der Bürgermeister von Metz. "Ebenso wie QuattroPole, das Netzwerk der Städte Trier, Metz, Luxemburg und Saarbrücken, möchte der Ball Brücken bauen zwischen den Völkern, den Kulturen und den Generationen", sagt er. Erstmals mit dabei ist auch Triers Oberbürgermeister Klaus Jensen mit seiner Gattin, Ministerin Malu Dreyer. "Es ist eine wunderbare gelöste Stimmung", freut er sich: "Gut, dass wir so miteinander leben und feiern können!"

"Es müsste viel mehr solche Bälle geben", meint Maria de Jesus dos Santos Duran Kremer, Vorsitzende des Trierer Beirats für Migration und Integration. Dies sei eine hervorragende Gelegenheit, Grenzen zu überwinden. Dies stellt auch Besucherin Ruth Mereien-Gürke fest: "Wir sitzen am Tisch mit einem Wiener und einem Franzosen und haben ein sehr schönes Gespräch."