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Nun doch Protestmarsch gegen Trierer Bischof

Bischof von Trier, Stephan Ackermann. Foto: Thomas Frey/Archiv
Bischof von Trier, Stephan Ackermann. Foto: Thomas Frey/Archiv
Trier. Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln und so weiter: Wegen der Amtsenthebung des saarländischen Pfarrers Christoph Eckert wird es am späten Samstagvormittag nun doch eine Demonstration gegen den Trierer Bischof geben. Das kündigte Mitinitiator Ulrich Berger am Donnerstag gegenüber unserer Zeitung an. Rolf Seydewitz

Geplant ist demnach ein Protestmarsch von der Porta Nigra durch die Trierer Innenstadt zum Bischofssitz neben der Liebfrauenkirche. Es würden Lieder gesungen, Kerzen angezündet und am Ziel ein Protestbrief gegen "die mittelalterlichen Methoden von Bischof Stephan Ackermann" verlesen. Die Initiatoren gehen von 150 bis 200 Teilnehmern aus, die größtenteils aus der Pfarreiengemeinschaft des amtsenthobenen Geistlichen kommen.

Ein zunächst von saarländischen Pfarrgemeinderäten geplanter Protestzug war am Montagabend "wegen Sicherheitsbedenken" abgesagt worden. Die Initiatorin der neuen Demonstration sagte, viele Gläubige seien mit dieser Entscheidung nicht einverstanden gewesen. Deshalb gebe es nun doch einen Protestmarsch durch die Trierer Innenstadt.

Der Trierer Bischof hatte den langjährigen Beckinger Pfarrer Christoph Eckert am Samstag seines Amtes enthoben. Ackermann wirft dem Geistlichen vor, die Kirchengemeinde zu spalten. Der Pfarrer will gegen die Entscheidung in Rom Beschwerde einlegen.