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Kirmes ohne Karussell

Auf Tuchfühlung: Bei der St.-Bernhards-Kirmes auf dem Schönfelderhof in Zemmer kamen die Kinder den Tieren ganz nah. Landwirt Bernd Mauer (rechts) beantwortete die Fragen der Kleinen. Foto: Ludwig Hoff
Auf Tuchfühlung: Bei der St.-Bernhards-Kirmes auf dem Schönfelderhof in Zemmer kamen die Kinder den Tieren ganz nah. Landwirt Bernd Mauer (rechts) beantwortete die Fragen der Kleinen. Foto: Ludwig Hoff
ZEMMER. Als wahrer Anziehungspunkt für zahlreiche Besucher erwies sich die St.-Bernhards-Kirmes am Sonntag auf dem Schönfelderhof in Zemmer. ARRAY(0x28246cb8)

Zu einer richtigen Kirmes gehören eigentlich auch Fahrgeschäfte. Nicht so bei der St.-Bernhards-Kirmes auf dem Schönfelderhof in Zemmer. Statt dessen sind Ponyreiten und ein Streichelzoo die nachfragestärksten Stationen bei den kleinen Besuchern. Die Besucher vermissen die Fahrgeschäfte aber überhaupt nicht, sie strömen auch so zu Tausenden nach Zemmer. Der Grund ist das besondere Flair der nur noch alle zwei Jahre stattfindenden Kirmes. "Der Aufwand ist enorm. Daher gibt es die Kirmes nur noch ein übers andere Jahr", sagt Fred Olk, Kaufmännischer Direktor der Einrichtung. Auf einem leibhaftigen Pony eine Runde drehen, ein Kälbchen streicheln oder auf Tuchfühlung mit einem Hasen gehen, das war hier möglich. Die großen Besucher konnten sich an Extra-Ständen über die Einrichtung informieren. Bernd und Ursula Mauer bewirtschaften die gepachteten 150 Hektar Wiesen- und Ackerland. Wer eine Frage zu den Tieren hatte, bekam diese beantwortet. Überhaupt spielt die ökologische Landwirtschaft eine große Rolle auf dem Schönfelderhof mit 50 Kühen, 50 Bullen, 150 Schweinen und 1000 Hühnern. Große Menschentrauben bestaunten das Schaubrotbacken oder gestalteten am Lebkuchenstand die eigenen Lebkuchenherzen - das nächste Weihnachtsfest kommt bestimmt. Pater Mockenhaupt hatte am Vormittag das Festhochamt zelebriert. Über die Mittagszeit unterhielt der Musikverein Zemmer unter der Leitung von Helmut Quare die Gäste mit flotten Weisen. Auch das junge Publikum kam musikalisch auf seine Kosten, so dass Fred Olk bilanzieren konnte: "Ein schöner Erfolg, der die viele Arbeit vergessen macht."