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Alles, aber nicht langweilig

Alles, aber nicht langweilig

Endspurt im Bundestagswahlkampf: Der enge Vertraute von Angela Merkel, Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU), rührt in Daun die Werbetrommel.

 Wirbt für für den Eifeler Bundestagskandidaten Patrick Schnieder, aber natürlich auch für seine Chefin Angela Merkel: Kanzleramtsminister Peter Altmaier bei seinem Besuch in Daun. TV-Foto: Stephan Sartoris
Wirbt für für den Eifeler Bundestagskandidaten Patrick Schnieder, aber natürlich auch für seine Chefin Angela Merkel: Kanzleramtsminister Peter Altmaier bei seinem Besuch in Daun. TV-Foto: Stephan Sartoris Foto: (e_daun )

Daun Das schafft sicher nicht jeder Politiker: an einem Werktag zur Mittagszeit einen Saal zu füllen. Peter Altmaier hat es geschafft - am Donnerstag im Gasthaus Beim Brauer in Daun. Das Interesse am Auftritt des engen Vertrauten von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist groß, aus allen Ecken werden noch Stühle rangeschafft, damit alle einen Sitzplatz haben. Und das Interesse ist nicht von ungefähr, denn wer die Auftritte des CDU-Manns aus dem Saarland kennt, weiß: Peter Altmaier ist alles, aber nicht langweilig. Viele im Saal erinnern sich noch an den politischen Aschermittwoch der CDU 2012 an gleichem Ort, als Altmaier das Publikum mit viel Humor unterhielt. Der Saal ist voll, "aber nicht so voll, dass Peter Altmaier nicht mehr reinpassen würde", begrüßt der CDU-Bundestagsabgeordnete Patrick Schnieder den Gast und nennt ihn "einen der wichtigsten Minister in der Bundesregierung". Der ergänzt: Er sei sicher der "gewichtigste Minister", in dieser Hinsicht sei Außenminister Gabriel ja jetzt aus dem Rennen. Aber der Ernst kommt nicht zu kurz, Altmaier spricht gut eine Stunde ohne Manuskript. Er zieht Bilanz der CDU-Regierungsbeteiligung seit 2005: Die Partei habe für einen Umschwung gesorgt, so dass die Menschen heute im "besten Deutschland leben, dass wir vermutlich in der Geschichte hatten". Kritik am politischen Gegner? Ja, aber wohldosiert, stattdessen lieber so häufig wie möglich die Arbeit seiner "Chefin" loben. Flüchtlinge, Digitalisierung, Wohneigentum, Familien, Diesel-Diskussion, Leitkultur: kaum ein Thema, dass der 59-Jährige auslässt.
In erster Linie ist er aber als Wahlkämpfer in Daun, wenige Tage vor der Bundestagswahl gilt es, Unentschlossene für die Union zu gewinnen. Und hat die Lacher auf seiner Seite, wenn er drei Gründe nennt, für die CDU zu stimmen: "Tut nicht weh, man sieht es nicht, und es ist für einen guten Zweck." Und in eigener Sache: "Patrick Schnieder wählen, Angela Merkel wählen, dann werde ich auch bestimmt gewählt."