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Beliebter Weg in die City bald wieder frei

Beliebter Weg in die City bald wieder frei

Endspurt auf der Baustelle: Nach derzeitigem Stand wird nächste Woche die Asphaltiermaschine in der Arensbergstraße im Einsatz sein. Die Umsetzung des jahrelang diskutierten Projekts der Stadt ist im Zeitplan.

Daun. Etwas wird es noch dauern, bis sich alle ein Bild machen können, wie der Teil der Arensbergstraße, der zum Wirichparkplatz führt, nach Ende der Bauarbeiten aussehen wird, aber für Hermann Saxler steht schon fest: "Das wird ein schönes Eckchen, ein ganz anderes Bild als vorher."
Er kann es beurteilen, denn er wohnt direkt an der Baustelle und trägt seinen Teil dazu bei, dass es wirklich eine schöne Ecke wird, denn auch auf seinem Grundstück hat er einiges getan.
Provisorium hat ausgedient



Fragt sich nur, wie viele Autos künftig an seinem Haus vorbeifahren, denn der Weg in die Innenstadt führt daran vorbei. Aber nur noch links, viele Jahre lang konnte auch rechts an seinem Grundstück in Richtung Post/AOK gefahren werden. Aber diese Verkehrsführung - damals als Provisorium angekündigt, aber dann doch drei Jahrzehnte gültig - hat endgültig ausgedient.
Im Mai haben die Arbeiten in der Arensbergstraße begonnen, und trotz einiger unerwarteter Funde sowie dem nicht vorgesehenen Abriss und Neubau einer Stützmauer ist nach Mitteilung des Bauamts der Verbandsgemeindeverwaltung "alles im Plan".
Zur Freude auch von Stadtbürgermeister Wolfgang Jenssen: "Dass der Zeitrahmen eingehalten werden kann, liegt auch an der guten Zusammenarbeit aller am Projekt Beteiligten: von der VG-Bauabteilung über das Büro Arwa bis zur Firma Lehnen aus Wittlich, die den Auftrag bekommen hat."
Prägnant: Neue Stützmauer



Nach derzeitigem Stand ist geplant, Anfang kommender Woche mit der Asphaltierung zu beginnen. Schon in dieser Woche ist der Parkplatz der AOK für die dort Beschäftigten wieder erreichbar. Sie hatten ihre Autos in den vergangenen Monaten auf dem Parkdeck abstellen müssen.
Ähnlich wie Anwohner Saxler sieht auch Walter Arnold, Chef des für die Bauleitung verantwortlichen Dauner Büros Arwa, dass "diese Ecke der Stadt deutlich aufgewertet wird". Besonders prägnant wirkt die neue Stützmauer unterhalb des Wirichparkplatzes. "Ursprünglich war sie nicht vorgesehen, aber es hat sich herausgestellt, dass die alte Mauer nicht mehr standfest war. Sie stehen zu lassen wäre nicht zu verantworten gewesen", erklärt Arnold die Änderung der Planung. Er geht davon aus, dass die ursprünglich geschätzten Kosten von etwa 350 000 Euro nicht überschritten werden. Da das Bauvorhaben im Stadtsanierungsgebiet liegt, trägt das Land 80 Prozent der Kosten, den Rest die Stadt.
Einige Jahre hat es gedauert, bis mit der Umsetzung des für eine Änderung der innerstädtischen Verkehrsführung wichtigen Vorhabens begonnen werden konnte. Im vergangenen Jahr hatte es eine Verzögerung wegen Problemen mit Grundstückseigentümern gegeben, daraufhin wurde die Planung so aktualisiert, dass nur auf städtischem Grund gebaut wird. Bauleiter Arnold ist nun überzeugt: "Wenn alles fertig ist, kann sich das gesamte Ensemble sehen lassen."Extra

Mit Abschluss des Ausbaus der Arensbergstraße wird der in die Stadt führende Verkehr komplett in Richtung Parkplatz Wirichstraße geleitet. Die derzeitige Möglichkeit, in Richtung Post zu kommen, gibt es künftig nicht mehr. Oberhalb der künftigen Sackgasse entstehen zusätzliche Parkplätze. Gespannt sein kann man, ob auch das Problem mit der Navi-Falle Arensbergstraße gelöst sein wird. Regelmäßig haben sich in den vergangenen Jahren Lastwagen- und Bus-Fahrer von ihren Navigationsgeräten in die schmale Straße lotsen lassen. Mancher Brummi hatte sich dabei festgefahren und musste erst mit großem Aufwand wieder befreit werden. sts