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Euphorischer Start für eine blühende Landschaft

Euphorischer Start für eine blühende Landschaft

HILLESHEIM. Guter Start: Das Standortmarketing im Hillesheimer Land hat einen beachtlichen Auftakt hingelegt. 37 Prozent aller befragten Unternehmer – und damit wesentlich mehr als üblich – haben sich an einer umfangreichen Befragung beteiligt. Mit deren Hilfe soll analysiert werden, wo die Verbandsgemeinde im Wettkampf der Regionen steht, wo sie hin will und wie sie das erreichen kann.

Hillesheims Wirtschaftsförderer Stefan Mertes ist begeistert: "Das ist ein sehr guter Start für unseren Standortmarketing-Prozess, und ich hoffe, dass wir diese Dynamik annähernd beibehalten." 185 von rund 500 angeschriebenen Unternehmern sowie Führungskräften aus örtlichen Institutionen und Vereinen haben sich an der umfangreichen Befragung beteiligt, die die Marketing-Beratung Dr. Eggers (MBE) im Auftrag der VG Hillesheim vorgenommen hat. Berater Karl J. Eggers, der für mehrere Verbandsgemeinden in der Region (unter anderem in Gerolstein) in Sachen Standortmarketing tätig ist, zeigt sich erstaunt über das positive Ergebnis: "Unser selbst gestecktes Ziel von 100 Antwortbögen wurde weit übertroffen, die erzielte Rücklaufquote von 37 Prozent ist ein absoluter Spitzenwert bei solchen Erhebungen. Als normal gelten 18 bis 22 Prozent." Gemeinsam mit Mertes hat Eggers bereits rund 15 Gewerbebetriebe im Hillesheimer Land persönlich besucht und für die Teilnahme geworben. Mertes' Fazit dieser Tour: "Sowohl die Person von Herrn Eggers als auch die Idee der Befragung und des gesamten Standortmarketing-Prozesses sind auf positive Resonanz gestoßen. Die meisten finden es gut, dass so etwas gemacht wird." Was die Verantwortlichen wiederum positiv stimmt, seien zudem Struktur und Qualität der Antwortbögen. So seien alle Branchen der Wirtschaft vertreten, vom Einzelhandel über die Gastronomie, das Handwerk, die Landwirtschaft, Banken und Ärzte bis hin zu Industriebetrieben. Und auch viele Vereine als Träger des gesellschaftlichen Lebens und als Wirtschaftsteilnehmer hätten ihre Urteile und Anregungen beigesteuert. Laut Eggers haben 39 Prozent der Teilnehmer ihren Sitz in der Stadt Hillesheim, die anderen 61 Prozent verteilen sich auf alle Orte der Verbandsgemeinde - mit Schwerpunkten in den wirtschaftlich starken Dörfern Wiesbaum (16 Fragebögen) und Üxheim (14). Über die starke Resonanz zeigt sich Bürgermeisterin Heike Bohn "total begeistert". Sie sagt: "Ich danke allen, die sich die Mühe gemacht und den anspruchsvollen Fragebogen ausgefüllt haben. Jetzt haben wir einen Datenfundus, der uns dabei hilft, die Lage am Wirtschaftsstandort Verbandsgemeinde Hillesheim richtig einzuschätzen und Ansatzpunkte für konkrete Maßnahmen im Rahmen unseres Standortmarketings zu finden." Vor allem die gute Beteiligung in den Dörfern freue sie, denn "unser Standortmarketing soll der gesamten Verbandsgemeinde zugute kommen".Je mehr Mitglieder, desto größer die Schlagkraft

Gerade das Zusammenspiel von der Stadt Hillesheim und den zehn umliegenden Ortsgemeinden ist auch für Wirtschaftsförderer Mertes eine zentrale Herausforderung beim Standortmarketing-Prozess. Trotz aller Anfangseuphorie sagt er daher auch: "Es ist noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten, damit in der Stadt und in den Dörfern an einem Strang gezogen wird." Über drei Einzelaspekte wiederum freut sich Manfred Schmitz, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Hillesheim, besonders: erstens, dass sich viele Mitglieder der Werbegemeinschaft beteiligt und zweitens, dass einige der Befragten auch ihren Beitritt zur Werbegemeinschaft angekündigt haben. Schmitz sagt: "Je mehr Mitglieder wir haben, desto größer ist unsere Schlagkraft, und desto größer wird auch der Nutzen für alle. Wir sind offen für Unternehmer aller Branchen." Und in seiner Funktion als Geschäftsführer des Vereins Urlaubsregion Hillesheim freut er sich drittens, dass die Tourismusförderung von Unternehmern aller Branchen als besonders wichtiger Motor der Standortentwicklung bewertet wird. Auch in anderen Punkten erzielte die Befragung überraschende Ergebnisse - beispielsweise bei der zentralen Frage "Worauf kommt es den Unternehmern bei der Qualität des Wirtschaftsstandortes hauptsächlich an?" So wird die üblicherweise weit oben angesiedelte "Kaufkraft am Ort" nur als viertwichtigstes Kriterium gesehen. Vor ihr rangieren erstens die Verfügbarkeit qualifizierten Personals sowie zweitens und drittens (gleich wichtig) ein gutes Bildungs- und Schulangebot sowie eine wirtschaftsfreundliche Kommunalverwaltung. Die wichtigsten Ergebnisse der Unternehmerbefragung werden am Montag, 29. Januar, 20 Uhr, im Landgasthof Schröder in Niederehe vorgestellt. Alle Interessenten sind eingeladen; der Eintritt ist frei.