Grüne für Wiedereröffnung des Kindergartens in Büscheich

Die Gerolsteiner Grünen sind für eine Wiedereröffnung des Kindergartens in Büscheich - um ein wohnortnahes Angebot zu schaffen und die Kosten für den Neubau in Gerolstein zu reduzieren.

Gerolstein. Die Gerolsteiner Stadtratsfraktion und der Ortsverband von Bündnis90/Die Grünen sprechen sich für eine Wiedereröffnung des Kindergartens in Büscheich aus.

2002 wurde ein eingruppiger Kindergarten in Büscheich neu eingerichtet. Nach einem Rückgang der Kinderzahlen wurde dieser nach wenigen Jahren wieder geschlossen. "Inzwischen sind aber wieder mehr Kinder in Büscheich geboren worden, so dass eine Wiedereröffnung dieses wohnortnahen Kindergartens sinnvoll ist", sagt Grünen-Sprecher Tim Steen.

Unter zusätzlicher Einbeziehung des eingruppigen Kindergartens in Müllenborn könne so in der Kernstadt Gerolstein der geplante Neubau der Kindertagesstätte an der Raderstraße etwas kleiner ausfallen: laut Steen sieben statt der geplanten acht Gruppen. Nach Auffassung der Grünen können dadurch die geplanten Investitionen um rund 300 000 Euro reduziert werden. "Denn so viel kostet etwa der Neubau eines Gruppenraums", sagt Steen.

Grünen: 300 000 Euro könnten gespart werden



So könne auch die Neuverschuldung etwas geringer gehalten werden. Steen: "Gerade in einer Stadt, deren Verschuldung überdurchschnittlich hoch ist, müssen alle Möglichkeiten der sparsamen Haushaltsführung genutzt werden." Dieser Rechnung widerspricht Stadtbürgermeister Bernd May: "Man kann nicht einfach bei einer Gruppe ein Achtel von einer angenommenen Gesamtsumme abziehen, da die Gemeinschaftseinrichtungen nach wie vor bezahlt werden müssen." Zudem sei zu bedenken, dass die Dimensionierung des neuen Kindergartens auf fundierten Prognosen basiere und der frühere Kindergarten in Büscheich mittlerweile anders genutzt werde. "Außerdem müsste an- und umgebaut werden, um den geltenden pädagogischen Richtlinien zu genügen. Das würde allerdings weitere Kosten verursachen", sagt May weiter. Die Grünen wiederum führen ins Feld, dass es auch aus sozialpädagogischer Sicht sinnvoll sei, den neuen Kindergarten so klein als möglich zu halten. Zudem würde so auch der Bestand der wohnortnahen Kindergärten über einen längeren Zeitraum gesichert. Steen: "Dies hat nicht nur Vorteile für die dort untergebrachten Kinder, sondern auch für das Gemeinschaftsleben in den Ortsteilen Büscheich und Müllenborn."