Information, Austausch und Interesse

Information, Austausch und Interesse

Die Eifel-Sektion des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) ist seit dem 30. Juni in der Region aktiv. Der Einladung zum Info-Abend, bei dem zwei im Unternehmerpark Higis ansässige Firmen ihre Arbeit vorstellten, folgten rund 80 Eifeler Geschäftsleute.

Wiesbaum. Der Gastgeber und Geschäftsstellenleiter des BVMW, Hans-Peter Pick hat ein klares Ziel vor Augen. Wohin soll es mit dem Verband gehen? "Die Vision heißt: 500 mittelständische Unternehmer vernetzen sich zum Wirtschaftsmotor Eifel." Sein Bericht über die Aktivitäten des BVMW im Eifelkreis Bitburg-Prüm und der Vulkaneifel, der branchenübergreifende Kommunikation von Mittelständlern erleichtern und Synergien aus einer möglichen Zusammenarbeit der Unternehmen schöpfen soll, stößt bei den rund 80 Zuhörern auf Interesse.
"Wir haben ein großes Potential in der Region und ein Netzwerk der Unternehmer könnte dies noch verstärken", sagt Higis-Geschäftsführer Stefan Mertes. Der BVMW sei sicherlich eine gute Plattform, um sich kennenzulernen und auszutauschen: "Bereits kurz nach der Veranstaltung gab es einige sehr interessante Gespräche, denen durchaus Kooperationen folgen könnten." Der BVMW, dem zurzeit bundesweit 270 000 Unternehmen angehören, sei erst seit dem 30. Juni dieses Jahres mit einer eigenen Geschäftsstelle in der Eifel vertreten, erläutert Hans-Peter Pick. "Eine kurze Zeit, in der wir bereits 15 Unternehmen für unsere Sache gewinnen konnten", sagt Pick vor dem Hightech-Abend in Wiesbaum. "Ich hoffe, dass der Verband nach der Veranstaltung einige Mitglieder mehr verzeichnen darf." Die Akzeptanz für das neue Netzwerk in der Region sei nach den Erfahrungen der zurückliegenden Wochen sehr hoch. "Der BVMW handelt nicht nur branchenübergreifend, sondern auch parteiunabhängig, und hat sich zum Ziel gesetzt, die Anforderungen der mittelständischen Unternehmen auch in der Politik zu vertreten", sagt Pick. Den ersten Hightech-Abend im Unternehmerpark Wiesbaum nutzen zwei dort ansässige Firmen, um dem Fachpublikum ihre Projekte vorzustellen.
Moderne Lasermess-Technik und die Möglichkeit, Gegenstände jeglicher Art zu scannen und per 3-D-Druck zu reproduzieren, ist beispielsweise im Bereich des Maschinenbaus inzwischen unabdinglich.
Für einige Eifeler Unternehmen steht der Sprung zur 3-D-Technik offenbar kurz bevor - die Firmenchefs hatten auch ihre Konstrukteure zur Veranstaltung mitgebracht. Die Firma MehrTech demonstriert, wie moderne Lasertechnik auch an den entferntesten Einsatzorten Maschinenhallen und Großanlagen exakt und präzise vermessen kann und sogar Belastungssimulationen durchführt, die eine Abschaltung der Anlagen überflüssig machen.
Die Firma KerCon kann nach einem Scan beliebige Objekte mit einem 3-D-Drucker in höchster Präzision erstellen. Vor dem Druck können beispielsweise Maschinenbauteile im Rechner vergrößert, verkleinert oder anderweitig optimiert werden. Für die Entwicklungsarbeit im Maschinenbau oder der Automobilindustrie soll dies von großem Vorteil sein, denn entsprechende Objekte seien sonst nur mit hohem Material- und Arbeitsaufwand herzustellen.

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