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Zum Welt-Alzheimertag gibt es dieses Jahr digitale Aktionen

Gesundheit : Zum Welt-Alzheimertag gibt es dieses Jahr digitale Aktionen

Den durch Corona erforderlichen Bedingungen angepasst, gestaltet das Netzwerk Demenz Vulkaneifel den diesjährigen Welt-Alzheimertag am 21. September anders. Dazu gehören ein Podcast, eine Telefonaktion und ein „Koffer der Erinnerung“.

Alljährlich zum Welt-Alzheimertag organisiert das Netzwerk Demenz Vulkaneifel eine Veranstaltung rund um das Thema Demenz. „Doch verbieten sich in diesem Corona-beeinflussten Jahr Präsenzveranstaltungen“, betont die Netzwerk-Koordinatorin Gabriele Bußmann und ergänzt: „Unsere Teilnehmer sind zumeist Mitarbeiter aus hochsensiblen Gesundheitsbereichen beziehungsweise pflegende Angehörige.“

Dennoch hat sich das Netzwerk einiges einfallen lassen. So wird pünktlich zum 21. September auf der Internetseite (siehe Info) ein Podcast in Form eines Interviews mit einer pflegenden Angehörigen aus dem Landkreis Vulkaneifel eingestellt. Darin erzähle die Lebenspartnerin eines dementiell veränderten Mannes in anrührender Weise den Weg von der Erkenntnis des Ausbruchs der Krankheit über die Unterstützung durch den Pflegestützpunkt bis hin zum gemeinsamen Einzug in eine betreute Einrichtung. So beschreibt Gabriele Bußmann den Inhalt der Mediendatei.

Des Weiteren hat das Netzwerk „Koffer der Erinnerungen“ gepackt. Darin befinden sich Fotos mit Motiven aus vergangenen Zeiten, die zum Miteinander-ins-Gespräch-Kommen anregen, daneben Dinge, die den Geruch und den Geschmack aktivieren, sowie kleine Spiele von früher mit Anleitung für die betreuende Person. Die Koffer stehen ab Oktober bei den Pflegestützpunkten Daun-Kelberg und Gerolstein sowie bei den ambulanten Pflegediensten, die Mitglied im Netzwerk sind, zum Ausleihen bereit.

Ein besonderes Angebot machen die Pflegestützpunkte direkt am Welt-Alzheimertag: eine Telefonaktion für alle, die mit Demenzkranken zu tun haben - Familienangehörige, Freunde, Nachbarn - oder Menschen, die sich grundsätzlich über das Thema informieren möchten. Es können Fragen gestellt werden zu körperlichen Veränderungen, zu Leistungen der Pflegekassen, zu sämtlichen Antragstellungen, Wohnungsanpassungen oder zum Hausnotruf. „Die kostenfreie Beratung und konkrete Hilfe der Pflegestützpunkte ist für viele Angehörige ein Anker, um zu zeigen: Wir schaffen das, du bist nicht allein“, betont die Netzwerk-Koordinatorin. Es existierten viele Halb- und Unwahrheiten über die Krankheit, räumt sie ein. So könnten nicht nur ältere Menschen an Demenz erkranken, sondern auch junge. Gemeinsam mit dem DRK-Bildungswerk bietet das Netzwerk Demenz Vulkaneifel Basispflegekurse für Angehörige an; der nächste ist Ende Oktober in ­Gerolstein.