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Regionales Handwerk zeigt sich weiter krisenfest

Regionales Handwerk zeigt sich weiter krisenfest

Die konjunkturelle Lage der regionalen Handwerksbetriebe ist trotz hoher Unsicherheiten im Zuge der Euro-Krise sehr robust. 83 Prozent der Handwerker beurteilen die aktuelle Geschäftslage mit gut oder befriedigend - und damit auf einem vergleichbaren Niveau wie im Herbst 2010.

Trier. Die Herbstumfrage der Handwerkskammer Trier zeigt, dass die regionalen Betriebe weiter gut aufgestellt sind. Zwar hat sich die Lage zum Vorjahr (93 Prozent zufrieden) leicht verschlechtert, ist aber immer noch sehr gut.
Die besten Lagebeurteilungen kommen auch dieses Mal aus dem Bauhauptgewerbe, dem Ausbaugewerbe sowie den Handwerken des gewerblichen Bedarfs - also von den Metallbauern, Feinwerkmechanikern, Elektromaschinenbauern.
Im Kraftfahrzeuggewerbe ist die Stimmungslage am deutlichsten abgeschwächt. Nur noch 63 Prozent der Betriebe (Vorjahr: 91 Prozent) geben aktuell gute oder befriedigende Geschäftslagebeurteilungen ab.
Branchenübergreifend ist die Umsatz- und Auftragsentwicklung im Handwerk auf einem guten Niveau. 75 Prozent der Betriebe (Vorjahr: 85 Prozent) geben gestiegene oder zumindest gleiche Umsätze gegenüber dem Vorquartal an. Eine gute Betriebsauslastung (über 70 Prozent) melden insgesamt 71 Prozent (Vorjahr: 77 Prozent) aller Betriebe bei einer durchschnittlichen Auftragsreichweite von 7,9 Wochen (Vorjahr 9,7 Wochen).
Hinsichtlich der Beschäftigungssituation in der Region Trier haben 17 Prozent der Betriebe mehr Personal gegenüber dem Vorquartal beschäftigt, während nur elf Prozent Personal entlassen (Vorjahr: 21 Prozent Einstellungen, 9 Prozent Entlassungen). Für das kommende Quartal erwarten trotz des bevorstehenden Winters 84 Prozent aller Betriebe (Vorjahr: 92 Prozent) einen gleich bleibenden oder gar steigenden Personalbestand.
Auch wenn über die Branchen hinweg eine leicht rückläufige Tendenz erkennbar ist, zieht die Handwerkskammer Trier das Fazit, dass die Situation im Handwerk stabil ist und sich die meisten Betriebe als krisenfest bewährt haben. red