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Lokalpolitik
CDU: Eibes soll Landrat bleiben

Viele bekannte Gesichter hat der neu gewählte CDU-Kreisvorstand mit dem frisch im Amt bestätigten Kreisvorsitzenden Alexander Licht (MdL, vorne links) .
Viele bekannte Gesichter hat der neu gewählte CDU-Kreisvorstand mit dem frisch im Amt bestätigten Kreisvorsitzenden Alexander Licht (MdL, vorne links) . FOTO: Christian Moeris
Bernkastel/Wittlich. Zwei Wahlen an einem Abend: Die Mitglieder der Christdemokraten haben beim Kreisparteitag in Wittlich ihre Spitze neu gewählt und zudem ihren Kandidaten für die Landratswahl gekürt.

Auf bewährte Qualität, so könnte man sagen, haben die Mitglieder des CDU-Kreisverbands am Montagabend gesetzt, als sie ihren Vorstand neu gewählt haben: 110 Mitglieder des 1400 Mann starken Kreisverbands gaben im Jugendheim St.Bernhard in Wittlich ihre Stimmen zur Wahl des Kreisvorstandes ab.

Alexander Licht (MdL), der diesen Posten bereits seit 1992 inne hat, wurde mit 100 Ja-Stimmen als CDU-Kreisvorsitzender der CDU Bernkastel-Wittlich im Amt bestätigt. „Mich freut das, weil wir eine richtig gute Kommunikation in den Gremien haben“, sagte Licht. „Doch hinter der Arbeit und den Impulsen, welche die CDU für die Region leistet, steht kein einzelner, sondern eine große Mannschaft.“

Viele Gewerbegebiete im Landkreis gäbe es ohne das Engagement der CDU nicht, sagte Licht. „Wir haben viele Räte und Gremien besetzt und in der Region viel bewegt.“ Denn für den sozialen Frieden im Land  sei Arbeit das Wichtigtste, sagte Licht.

 „Aber wir müssen Heimat neu denken und wollen den ländlichen Raum gestalten und lebenswert erhalten.“ Das sei eine Mammutaufgabe, sagte Licht, der dabei die politischen Themenfelder der Digitalisierung, der ärztlichen Versorgung, Lehrermangel und Landwirtschafts- sowie Strukturpolitik ansprach.

„Damit uns die Heimat nicht verloren geht, müssen wir den Spagat zwischen Moderne und Tradition hinbekommen.“ Auch die Zuwanderung bedürfe einer Ordnung und Steuerung, sagte Licht in seiner Rede, nachdem er das Amt des Kreisvorsitzenden erneut mit Dank angenommen hatte. Die Mitglieder des Kreisparteitags bestätigten daraufhin auch die stellvertretenden Kreisvorsitzenden Andreas Hackethal, Michael Mies und Christoph Thieltges im Amt. Außerdem wählten sie 15 Beisitzer,  Marc Spaniol als Mitgliederbeauftragten sowie Reinhold Westhöfer und Stefan Schmitt als Rechnungsprüfer.

Wer bei der Neuwahl des CDU-Kreisvorstandes also auf große Überraschungen gehofft hatte, der wurde enttäuscht. Auch bei der nachfolgenden Nominierung des Landratskandidaten wagten die CDU-Mitglieder keine Experimente: Sie stellten erneut Landrat Gregor Eibes als Bewerber der CDU für die Wahl des Landrates für die Amtszeit 2019 bis 2027 auf.

„Das freut mich sehr. Ich fühle mich sehr geehrt, dass mich die CDU erneut als ihren Kandidaten aufstellt“, sagte Eibes. Aufgrund der Fülle der Aufgaben habe er nach wie vor großen Respekt vor diesem Amt, „denn es gilt große Herausforderungen zu meistern.“

Folgende politische Themenfelder würde Eibes in einer nächsten Legislaturperiode als Landrat gerne schwerpunktmäßig beackern: „Investitionen in die Bildung, die Stärkung des ländlichen Raums, die Digitalisierung, die ärztliche Versorung sowie die Stärkung der Dörfer durch den Zukunftscheck Dorf.

„Wobei Digitalisierung nicht nur den Breitbandausbau meint“, sagt Eibes, „sondern auch die Digitalisierung der Verwaltung.“ Auch das gelte es gemeinsam mit den nachfolgenden Kommunen zu stemmen.

„Wobei die gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung,  dem Kreistag sowie den Beigeordneten“ sagte Gregor Eibes, „meine Arbeit sehr erleichtern.“