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Die Kunst, für die Freiheit zu sein

Kunstvoller Appell für die Freiheit: Die vor dem Mittelmoselmuseum ausgestellten Werke. TV-Foto: Barbara Gollan
Kunstvoller Appell für die Freiheit: Die vor dem Mittelmoselmuseum ausgestellten Werke. TV-Foto: Barbara Gollan FOTO: Barbara Gollan (bg) ("TV-Upload Gollan"
Traben-Trarbach. Im Rahmen des internationalen Kunstprojektes "Pillars of freedom - Säulen der Freiheit" engagieren sich auch Künstler aus Rheinland-Pfalz. Drei Werke sind bis Oktober in Traben-Trarbach zu sehen. Barbara Gollan

Traben-Trarbach Die Intention der Kunst war es schon immer, sich einzumischen und auf Missstände aufmerksam zu machen. Der Alsdorfer Künstler Alfred Mevissen betrachtete schon lange mit Sorge die Geschehnisse in der Welt und die Tendenz, Freiheiten auf verschiedenste Art und Weise einzuschränken. Er will die Menschen wachrütteln und Werte und Errungenschaften wie Vielfalt und Toleranz, Diversität und Kooperation schützen und entwickeln und rief so vor cirka einem Jahr das Projekt "Pillars of freedom" - Säulen der Freiheit - ins Leben. Er staunte selbst, wie schnell und dynamisch sich das Projekt entwickelte.
Mittlerweile sind schon 56 Säulen fertiggestellt und befinden sich in Ausstellungen oder bereits an ihrem endgültigen Standort in 17 Ländern weltweit. 30 weitere sind in Planung oder in der Entstehung und weitere sollen folgen.
Auch drei rheinland-pfälzische Künstler, zwei davon aus der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach, sind mit Werken dabei. Die Säulen mit den Titeln "Musik macht frei" von Simone Levy aus Höhr-Grenzhausen, "Bunte Vielfalt" von Kurt Müllers aus Kinheim und "Ein sicherer Ort" von Maria Hill aus Burg/Mosel sind noch bis zum 3. Oktober vor dem Mittelmosel-Museum in der Trarbacher Casinostraße ausgestellt. Für die Initiatorin dieser Ausstellungsgruppe Maria Hill ist Freiheit da, wo Individualität und Würde geachtet und nicht bedroht werden. Ihr Werk besteht aus einer rostfarbenen, kompakten Säule, darauf ein goldener Stuhl. Dieser repräsentiert für sie den Grundanspruch auf den Schutz der Würde jedes Menschen, egal welcher Herkunft, welchen Geschlechts oder Religion. Die Unantastbarkeit und der hohe Wert dieses Anspruchs spiegeln sich in der goldenen Farbe des thronartigen Stuhles wider.
Die aus Eiche und Keramik bestehende Skulptur "Musik macht frei" der freischaffenden Künstlerin Simone Carole Levy aus Höhr-Grenzhausen begreift das Thema Freiheit als die Möglichkeit, mit anderen Menschen und Kulturen ohne Sprachbarrieren zu kommunizieren. Die Musik als interkulturelle Sprache und Kommunikationsform soll Brücken schlagen über die Verschiedenheiten auf allen Ebenen.
Um eine bunte Vielfalt geht es Kurt Müllers aus Kinheim mit seinen drei Stelen. Sie stehen für eine weltoffene, lebensfrohe Gesellschaftsform, die Platz bietet für die freie Entfaltung jedes einzelnen Menschen. Ein Anderssein in Herkunft, Aussehen, Biographie oder Lebensentwurf sollen nicht nur toleriert, sondern auch unterstützt werden. Der Rhythmus des farblichen Zusammenwirkens geht dabei auf eine Klavierkomposition von Simeon ten Holt zurück.
Nach Ende der Ausstellung sollen die drei Werke an feste Plätze umziehen, die es noch zu finden gilt.
Weitere Informationen über alle beteiligten Künstler unter
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