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Wirtschaftswoche Wittlich 2019
Die Wirtschaftswoche Wittlich 2019 wird größer

Rund 75 000 Besucher werden bei der zehnten Wirtschaftwoche in Wittlich erwartet. Vor vier Jahren fand die letzte Veranstaltung dieser Art statt.
Rund 75 000 Besucher werden bei der zehnten Wirtschaftwoche in Wittlich erwartet. Vor vier Jahren fand die letzte Veranstaltung dieser Art statt. FOTO: klaus kimmling
Wittlich. Frohe Botschaft: Aldi stellt der Stadt im Industriegebiet-III-Nord nun doch seine Flächen zur Verfügung: 2019 können damit deutlich mehr Aussteller kommen als zunächst geplant. Von Christian Moeris

Nachdem mit der Säubrennerkirmes eine Großveranstaltung erfolgreich über die Bühne gegangen ist, konzentrieren sich die Mitarbeiter der Wittlicher Stadtverwaltung im Fachbereich Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing nun auf die nächste Massenveranstaltung: die Wirtschaftswoche Wittlich mit geschätzt 75 000 Besuchern. Nach vier Jahren Pause ist es 2019 wieder so weit: Dann haben Gewerbe- und Handwerksbetriebe aus Wittlich und dem Umland wieder die Chance, sich einem großen Publikum zu präsentieren. Die Wirtschaftswoche Wittlich (WWW) lädt 2019 vom 14. bis 17. Juni wieder vier Tage lang zum Bummeln, Einkaufen und Schlemmen ein.

Doch die Planungen dazu werden sich jetzt grundlegend anders gestalten, als zu Beginn angenommen: Aufgrund von Erweiterungsplänen wollte das Unternehmen Aldi der Stadt ihre Freiflächen am Zentrallager in der Röntgenstraße für 2019 eigentlich nicht mehr als Veranstaltungsfläche zur Verfügung stellen. „Das war eine unternehmerische Entscheidung, über die wir nicht verärgert waren, weil das Unternehmen sich ja vergrößern will und deshalb Planungssicherheit braucht“, sagt Fachbereichsleiter Rainer Wener. Doch kürzlich erreichte die Stadtverwaltung eine für die Wirtschaftswoche freudige Botschaft: „Eine Erweiterung kommt keinesfalls bis Juni 2019“, sagt Wener. Aldi habe der Stadt zugesagt, dass die Wiesen neben dem Zentrallager nun also doch für die Wirtschaftswoche genutzt werden können, „wofür wir sehr dankbar sind“, sagt Heribert Lorscheider, stellvertretender Fachbereichsleiter.

Fläche Denn damit könne die Stadt nun mit rund 9000 Quadratmetern Ausstellungsfläche planen. Ohne die Aldi-Flächen wären es nur 6000 Quadratmeter geworden. Auf zusätzlichen Freiflächen sollen wieder Aussteller aus der Agrarbranche und möglicherweise auch Autohändler Platz finden.

Zelte „Wir können nun rechts und links entlang der Röntgenstraße Zelte aufbauen, womit wir wieder diesen Allee-Charakter hinbekommen, weil die Besucher auf beiden Seiten etwas finden“, erklärt Wener. Musste die Stadtverwaltung für 2019 bislang mit fünf Ausstellungshallen planen, sind nun wieder sieben Zelte sowie ein Veranstaltungszelt in der Planung. „Mit fünf Hallen wäre es etwas eng geworden“, sagt Wener.

Aussteller Die Zahl der Aussteller, die zur Leistungsschau zugelassen werden, soll damit auch größer ausfallen: Statt 150 sollen nun 235 Aussteller auf der Wirtschaftswoche zeigen, was sie können und zu bieten haben. Wener: „Wir bekommen schon täglich Anmeldungen, obwohl die Quadratmeterpreise noch gar nicht kalkulierbar sind.“ Mit 235 Ausstellern orientiert sich die WWW 2019 an der Größenordnung der Veranstaltung aus dem Jahr 2015.

Qualität Doch die Qualität solle nicht beim Alten bleiben, sagt Wener, „da möchten wir noch eine Schippe oben drauflegen“. Die Infrastruktur wie Beschilderung, das Design der Flyer und der Homepage sowie die Toiletten würden 2019 besser ausssehen, als gewohnt. „Ich kann mich noch daran erinnern, dass wir früher diese Armada an Dixie-Boxen hatten. 2019 werden schicke Toilettenbusse bereitstehen.“ Für die WWW 2019 solle auch erstmals ein umfangreiches Sicherheitskonzept erarbeitet werden, sagt Lorscheider.

App Infos zur Wirtschaftswoche, die Aussteller sowie Lage- und Standpläne sollen 2019 auch in Form von einer App auf dem Smartphone zur Verfügung stehen. Wener: „Die wird auf der Grundlage der Säubrennerkirmes-App entwickelt. Auch die antiquierte Homepage wird aufgewertet.“

Preise Obwohl die Gesamtkalkulation für 2019 noch nicht stehe, sagt Wener, sei aufgrund der allgemeinen Preissteigerungen bei den Standgebühren mit einem leichten Anstieg zu rechnen. 2015 zahlten Aussteller in den Hallen 33 Euro pro Quadratmeter, für Außenflächen waren es 17 Euro. Die Standflächen in den Hallen seien auf 25, 50 oder 100 Quadratmeter zugeschnitten. Die Quadratmeterpreise für 2019 sollen in etwa sechs Wochen festgezurrt sein.