Alle gegen den Volleyballmeister VfB

Alle gegen den Volleyballmeister VfB

Alle jagen den Serienmeister: Nach sieben Titelgewinnen in Folge wollen die Volleyball-Männer des VfB Friedrichshafen auch in der neuen Bundesliga-Saison ihre nationale Vormachtstellung behaupten. Vizemeister Berlin mit einem stark verbesserten Kader und Pokalsieger Generali Haching haben Friedrichshafen jedoch den Kampf angesagt.

„Meister zu werden, ist wie immer am wichtigsten. Denn das ist die Eintrittskarte für die Champions League in der folgenden Saison“, betonte VfB-Erfolgscoach Stelian Moculescu vor dem Startschuss der neuen Spielzeit an diesem Wochenende. Friedrichshafen muss gleich zum Auftakt den schweren Gang zu Generali Haching antreten.

Knapp drei Wochen nach dem schwachen EM-Auftritt des Nationalteams wird die Bundesliga am Freitag mit der Partie zwischen den Berlin Volleys und evivo Düren angepfiffen. Der Hauptstadt-Club hat kräftig aufgerüstet und in Diagonalangreifer Paul Carroll und Mittelblocker Tomas Kmet hochkarätige Spieler verpflichtet. Moculescu sieht in den Berlinern in diesem Jahr denn auch die Hauptkonkurrenz im Kampf um die Meisterschaft. „Sie haben eine starke Mannschaft und mit Sicherheit einen teureren Kader.“ Zuletzt konnte Berlin 2004 den Titel holen.

Mitmischen will in diesem Jahr trotz vieler Abgänge auch wieder Generali Haching. „Unser Ziel kann nur die deutsche Meisterschaft sein“, sagte Trainer Mihai Paduretu in einem Interview der „Abendzeitung“ (Donnerstag). Auch für ihn ist Berlin der heißeste Anwärter auf den Titel. „Friedrichshafen ist nicht mehr der ganz große Favorit, sondern Berlin, weil die sehr viel investiert haben.“ Sein Team habe dagegen bescheidenere Mittel. „Berlin hat ein hohes Budget und wir haben keinen Uli Hoeneß wie Bayerns Basketballer.“

Mit an Bord ist in Haching auch wieder Nationalmannschafts-Libero Ferdinand Tille, der ins Ausland wechseln wollte, aber keinen Verein gefunden hat. „Es ist ein leicht komisches Gefühl, wieder hier zu sein“, sagte Tille der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstag). Der Nationalspieler ist für die Bundesliga spielberechtigt, aber nicht für die Champions League. „Er hat verdient, im Ausland zu spielen. Es war sein Traum“, sagte Paduretu. „Aber er hat sich auf den falschen Spieleragenten verlassen. Der hat ihm den Kopf verdreht.“

Männer-Bundesliga